Wirtschaftsnachrichten Kölner Wirtschaft

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Am Anfang herrschte Optimismus: RGG-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter bei der Auftaktdemonstration am 2. Januar in Euskirchen.

RGG-Tarifstreit: Auch nach 7. Verhandlungsrunde keine Einigung

Köln | Der vorsichtige Optimismus der Arbeitnehmer-Vertreter wurde enttäuscht: Ohne Ergebnis endete die 7. Verhandlungsrunde im Tarifstreit bei der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft (RGG) am Mittwoch in Köln. Ein Kompromissangebot der beiden Journalisten-Gewerkschaften DJU und djv wurde vom Arbeitgeber abgelehnt.

Seit fast zwei Jahren fordern deutscher Journalisten-Verband (DJV) und deutsche journalisten-union (djv in Verdi) die Anerkennung des Flächentarifvertrags durch die RGG. Diese war 2014 als Tochterunternehmen von Medienhaus DuMont Rheinland („Kölner Stadt-Anzeiger“) und Heinen-Verlag („Kölnische Rundschau“) gegründet worden. Anlass war die Zusammenlegung der Bezirksredaktionen beider Zeitungen. Seitdem verdienen Pauschalisten und neu-angestellte Mitarbeiter bis zu 1.000 Euro weniger. Für die „alten“ Mitarbeiter galt und gilt Bestandsschutz. Um ihre Forderungen durchzusetzen, hatte es schon mehrfach Warnstreiks gegeben, zuletzt vom 2. bis 8. Januar.

Keine Berichte über die Warnstreiks im eigenen Haus

Für die letzte Verhandlungsrunde hatten die Gewerkschaften als Kompromiss angeboten, die Manteltarifverträge zum 1. Juli dieses Jahres, die Gehaltstarifverträge erst zum 1. Januar 2018 in Kraft zu setzen. „Damit sind wir den Arbeitgebern finanziell deutlich entgegengekommen“, sagte DJV-Verhandlungsführer Volkmar Kah. Die RGG habe ihre Ablehnung damit begründet, sie könne sich die in den Flächentarifverträgen festgeschriebenen Gehälter nicht leisten. Zwar bot sie Gehaltserhöhungen an, die aber zum Teil immer noch deutlich unter dem Flächentarifvertrag liegen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 2. Februar angesetzt.

Die Leser der gemeinsamen Bezirksausgaben erfuhren in ihren Zeitungen nichts Wesentliches von der Tarifauseinandersetzung im eigenen Haus. Auch im überregionalen Teil war sie – anders als die Berichterstattung über die Situation in der Metallindustrie – kein Thema. Die hohe Streikbeteiligung von rund 80 Prozent führte zu einer starken Einschränkung der Berichterstattung. Statt der gewohnten Bezirksausgaben gab es nur noch eine „Regionalseite“, die die Ereignisse in den Bezirken zusammenfasste.

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