Wirtschaftsnachrichten Kölner Wirtschaft

ISM_26012016

Süße Selfies zum Anbeißen – Internationale Süßwarenmesse ISM zeigt die Trends

Köln | Süße Selfie-Lutscher zum Vernaschen, essbare Kaffeelöffel sowie Fruchtgummis oder Schokolade aus dem 3-D-Drucker gehören zu den Neuheiten, die ab dem kommenden Sonntag dem Fachpublikum bei der Internationalen Süßwarenmesse in Deutz präsentiert werden. 1600 Anbieter aus 65 Ländern sind in den Messehallen vertreten. Darunter sind auch große deutsche Unternehmen wie Bahlsen, Baronie oder Neuhaus, die wieder nach Köln zurückkehren. Partnerland ist in diesem Jahr Frankreich, das mit 90 Unternehmen vor Ort nach Italien, Belgien und Spanien bei den Auslandsbeteiligungen das viertgrößte Land ist. Zeitgleich läuft in Deutz aus die Zuliefermesse ProSweets Cologne.

Im Trend liegen Süßwaren und Knabbereien, die gluten- und laktosefrei auch von Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten verzehrt werden können. Dazu kommt der allgemeine Trend zur gesunden Ernährung durch zuckerfreie bzw. zucker- und fettreduzierte Süßwaren und Knabbereien. Auch die Nachfrage von vegetarischen und veganen Produkten nimmt weiter zu. Im Trend liegen außerdem personalisierte Produkte mit bestimmten Aufdrucken oder selbst zusammengestellten Zutaten. Wert legen die Endverbraucher zudem auf nachhaltig hergestellte und fair gehandelte Produkte.

Zu den eher ausgefallenen Neuheiten gehören zum Beispiel der „essbare Fußballrasen“ zur Europameisterschaft oder Bonbons, die einen rosa Lippenstift garantieren sollen. Ungewöhnlich ist auch die Würzung von Lakritz mit Rhabarber. Popcorn gibt es in neuen Geschmacksrichtungen wie Minze oder Schokolade. Ebenfalls neu sind gebrannte Cashewnüsse, die mit Gold oder Silber überzogen sind, Biskuitsalami oder Apfelstrudel aus der Dose. Vorgestellt werden außerdem mit Koffein angereicherte Fruchtgummis für den „Wach-Kick“. Dieses Segment ist in Deutschland derzeit besonders gut nachgefragt, das gilt auch zunehmend für Erwachsene.

Der Pro-Kopf-Jahresverbrauch von Süßwaren, Knabberartikeln und Markeneis lag 2015 bei 32,48 Kilo in einem Wert von knapp 110 Euro. Der Anteil am Gesamtjahresverbrauch von Lebensmitteln nimmt Süß- und Knabberkram liegt bei knapp fünf Prozent. Die Produktionsmenge der deutschen Süßwarenindustrie stagnierte bei plus 0,2 Prozent, der Umsatz stieg um 2,6 Prozent.

Das Exportgeschäft entwickelt sich mengenmäßig erstmals seit Jahren rückläufig. Dafür verantwortlich war unter anderem auch die Rubelkrise in Russland. Der Exportanteil liegt bei den deutschen Produzent bei knapp 50 Prozent. Belastet wurde die Ertragslage in Deutschland durch den verstärkten Konkurrenzdruck, mehr staatliche Regulierung und durch gestiegene Rohstoffpreise. Das gilt insbesondere für Kakao, Mandeln und Haselnüsse.

Beim Handel mit Süßwaren stieg der Umsatz 2015 um rund drei Prozent, während die umgesetzte Menge stagnierte. Mit 9,5 Prozent bliebt der Anteil des Süßwarengeschäfts am Lebensmittelumsatz konstant. Das größte Umsatzplus wurde in Deutschland bei den Schokoladenwaren verzeichnet werden. Gefragt waren vor allem die Standartartikel wie 100-Gramm- und Großtafeln sowie Pralinenmischungen. Besonders stark war die Entwicklung der Handelsmarken im vergangenen Jahr. Die gestiegenen Einkaufskosten gab der Handel auch seinen Kunden weiter. Große Hoffnung legt man bei der Süßwarenbranche im laufenden Jahr auf sportliche Großereignisse wie die Fußball-EM und die Olympischen Sommerspiele.

Eine bei der Wirtschaftspressekonferenz zur ISM vorgestellten Studie hat sich mit dem Thema Schokolade beschäftigt. Dazu wurde der Konsum in neun Ländern untersucht. Besonders gefragt sind einfache Schokoladen ohne weitere Zutaten und Füllungen (44 Prozent). Während diese in Italien und Spanien einen Anteil von 60 Prozent haben, liegt er in Deutschland bei nur 29,6 Prozent. Hierzulande ist Haselnussschokolade besonders beliebt, knapp 30 Prozent machen die gefüllten Schokotafeln aus. Mit gut 13 Prozent sind dunkle Schokoladen in Deutschland weniger gefragt als in anderen Länder wie Frankreich, wo diese Sorte einen Anteil von 48,5 Prozent. Insgesamt werden in Deutschland im Jahr 213 Millionen Kilo Tafelschokolade konsumiert. Klarer Favorit ist hier die Vollmilchschokolade.

Zurück zur Rubrik Kölner Wirtschaft

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Kölner Wirtschaft

dorma_gin_harrys-new-york-bar_step_12062021

Mit der neuen Hofburg Box können zu Hause drei regionale Drinks gemixt werden.

Köln | Harry's New York Bar ist in Köln längst für Cocktailfans ein Begriff. Ihre Heimat, das Dorint Hotel am Heumarkt, ist in der Session als Kölsche Hofburg die Heimat des Kölner Dreigestirns. In diesem Jahr war lange Zeit alles anders – der Lockdown in der Corona-Krise sorgte dafür, dass Bars und Hotels schließen musste. Erst jetzt im Sommer normalisiert sich die Situation wieder.

bahn_werkstatt_27082016b

Berlin | Die Lokführergewerkschaft GDL hat die Traifverhandlungen mit der Deutschen Bahn offenbar für beendet erklärt und Streiks angekündigt. Das berichten mehrere Medien am frühen Dienstagnachmittag übereinstimmend. Demnach sollen gerade in der Reisezeit im Sommer Arbeitsniederlegungen stattfinden, konkrete Termine wurden aber noch nicht genannt.

greenpeace_0500062021

Köln | Die Klimaktivist*innen in Köln waren aktiv. Die Ortsgruppe Köln von Greenpeace beteiligte sich am bundesweiten Protest von Greenpeace an VW und beklebten ausgestellte VW-Fahrzeuge in einem VW-Autohaus in Köln-Raderberg.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

KOMMUNALWAHL 2020

wahlbox

Report-K berichtet intensiv über die Kommunalwahl am 13. September 2020. Hier finden Sie alle Informationen rund um die Kommunalwahl, Interviews mit Kandidatinnen und Kandidaten. 2020 wählt Köln einen neuen Rat, 9 Bezirksvertretungen, den Integrationsrat und eine oder einen Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister. Hier finden Sie alle Infos zur Kommunalwahl 2020 in NRW >

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >