Wirtschaftsnachrichten Kölner Wirtschaft

23052018_Westcenter1

Das Mehrfamilienhaus am Rochusplatz wird derzeit noch saniert. Danach ist es Objekt des Immobilienfonds Wertgrund Wohnselect D.

Westcenter Köln: Sanierung zum Jahreswechsel abgeschlossen

Köln | Das Mehrfamilienhaus Venloer Straße 601-603, auch bekannt als „Westcenter“ zählte bisher nicht zu den beliebtesten Wohnquartieren im Kölner Westen. Mit der Übernahme durch den Bestandshalter und Fondsanbieter Wertgrund könnte sich das ändern.

Schon seit knapp zwei Jahren wird an dem 24 Geschosse umfassenden Wohnkomplex mit ebenerdigen Ladenlokalen und den beiden Ankermietern Rewe und dm gebohrt, gestrichen und gefließt. Im April 2016 erwarb das Münchener Unternehmen den Gebäudekomplex unweit der Kreuzung Venloer Straße / Äußere Kanalstraße mit einem Leerstand von knapp einem Drittel. Seither ist viel passiert, wie Marcus Kemmner, Prokurist der Wertgrund Immobilien AG, beim heutigen Pressegespräch ausführte.

Demnach sind aktuell rund 15,8 der insgesamt geplanten 27,5 Millionen Euro an Investitionen bereits verbaut. Die Fassade ist bereits erneuert, 13 der 21 vorhandenen „Stränge“ (Versorgungsleitungen) ebenfalls, zwei weitere befinden sich gerade in der Sanierung. Mit 252 liegt die Zahl der bereits sanierten Wohneinheiten im Zeitplan, 130 davon sind teilsaniert und von so genannten „Altmietern“ belegt, weitere 122 sind vollständig saniert und sollen in Kürze bezogen werden.

Mietpreise auf ortsüblichem Niveau

23052018_Westcenter2

Panoramablick aus einer vollständig sanierten Wohnung im 17. Stock.

Die Mietpreise liegen dabei auf einem Niveau zwischen knapp 9,50 Euro pro Quadratmeter für teilsanierte Wohnungen bis zu 10,80 Euro pro Quadratmeter für vollständig sanierte Wohnungen (alle beide Werte sind "nettokalt" zu verstehen). Die Wohnungen gibt es als Ein-, Zwei- und Dreizimmer-Wohneinheiten in jeweils unterschiedlichen Varianten. Größere Einheiten lassen die Gegebenheiten vor Ort nicht zu. „Wir liegen damit unterhalb dessen, was auf dem Wohnungsmarkt im Umfeld derzeit angeboten und auch bezahlt wird“, so Kemmner.

„Als wir den Bestand übernommen haben, waren bereits 122 Wohnungen leergezogen. Wir haben den Mietern, die im Objekt blieben, möglichst nah und während der Sanierungsarbeiten Ersatzwohnungen anbieten können“, erläuterte der Wertgrund-Prokurist. Mit einer Modernisierungsumlage von 1,76 Euro pro Quadratmeter blieben die Eigentümer deutlich unter dem, was möglich gewesen wäre (bis zu drei Euro pro Quadratmeter). Dafür wurden im gesamten Gebäude die asbestbelasteten Fliesenkleber abgetragen und neue Fliesenspiegel eingebaut. Hierfür fielen zusätzliche Mehrkosten in Höhe von 1,14 Millionen Euro an.

Umfassende Sanierung – Herausforderung Wärmeversorgung

Eine besondere Herausforderung ist die Umstellung der Wärmeversorgung. Während die Bestandsmieter auch nach abgeschlossener Teilsanierung weiterhin Elektro-Fußboden-Heizungen haben, werden die vollständig sanierten Wohnungen an das Fernwärmenetz angeschlossen. Im Herbst 2018 soll dann umgestellt werden, ein Datum, dass die Verantwortlichen mit besonderer Spannung erwarten.

23052018_Westcenter3

In vielen Fluren wird noch kräftig gearbeitet.

Dreifach verglaste Fenster gibt es aber durchgängig, ebenso wie die ebenfalls sanierten Balkone, deren Trennwände nach individuellen Vorgaben mit sechs Farbtönen gestaltet werden können. In den vollständig sanierten Wohnungen sind überdies noch Böden und Bäder vollständig erneuert. Die zur Ostseite gewandten bieten dafür aber den Blick auf das Kölner Stadtpanorama mit Dom und Colonius.

Anzahl der Wohneinheiten steht noch nicht endgültig fest

In vielen Etagen ist es derzeit aber noch laut, dreckig und voller Arbeitsmaterialien. Zwar liegt der Investor mit seinen Sanierungsmaßnahmen voll im Zeitplan. Bis zum Jahreswechsel dürfte es aber wohl noch andauern, bis das frühere „Westcenter“ wieder ohne störende Baustellen auskommt. Derzeit umfasst die gesamte Anlage 407 Wohnungen und 31 Gewerbeeinheiten. Ob es bei der Anzahl der Wohnungen bleibt, könne man derzeit noch nicht sagen. Grund hier ist insbesondere die enorme Nachfrage nach Ein-Zimmer-Wohnungen.

23052018_Westcenter4

Derzeit noch unvermietbar. Aber auch in ebenerdigen Ladenlokalen sollen ab Ende 2018 die Arbeiten beendet sein.

Und auch bei der Belegung der vorhandenen Gewerbeeinheiten sei man mitten in der Planung. Die beginnt bei der Suche nach geeigneten Fachärzten in den Praxisflächen bis hin zur Vermietung der ebenerdigen Ladenlokale, von denen die meisten derzeit noch Baustelle sind. Bei der Vermietung der vollständig sanierten Wohnungen sei man aber vom ursprünglichen Zeitplan abgerückt, sie erst nach Fertigstellung zu vermieten. Inzwischen finden sich entsprechende Angebote bereits auf den bekannten Immobilienportalen.

Weitere Änderungen – Fertigstellung zum Jahreswechsel

Nicht alles, was ursprünglich geplant war, ließ sich in den vergangenen 18 Monaten auch tatsächlich umsetzen. So musste der Investor früher als gedacht an die Aufzüge ran. „Aufzuganlagen werden nicht besser, wenn man sie vor der Sanierung der Wohnungen erneuert“. Doch früher als geplant stellte sich heraus, dass sie doch schon während der Bauarbeiten saniert werden mussten.

Mitte Dezember 2018, spätestens zu Beginn des Jahres 2019 soll der Gebäudekomplex fertiggestellt sein. Und auch in Sachen Quartiersmanagement wolle man die Mieter nicht ihrem Schicksal überlassen. „Wir haben ein hohes Interesse, mit eigenen Leuten sowohl in der Kundenbetreuung als auch mit Servicetechnikern vor Ort zu bleiben. Nur so können wir den Wiederverkaufswert sichern“, erklärt Kemmner abschließend.

Zurück zur Rubrik Kölner Wirtschaft

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Kölner Wirtschaft

avg_step_13062019

Nach einem Jahr Bauzeit nimmt die AVG in Niehl eine der modernsten Aufbereitungsanlagen in Deutschland in Betrieb.

Köln | Jedes Jahr fallen in Deutschland mehr als acht Millionen Tonnen Altholz an – das reicht von der Euro-Palette bis zum Abbruch- oder Sperrmüllholz, die verarbeitet werden müssen. Bei der AVG Ressourcen in Niehl werden jährlich rund 90.000 Tonnen angeliefert – diese stammen aus Köln, zum Beispiel von den Holzverpackungen für Motoren in den benachbarten Ford-Werken, aber auch aus der Region wie dem Bergischen Land, der Eifel, Düsseldorf und Aachen.

eh_pixabay_13062019

Köln | aktualisiert | Die Handelslandschaft in NRW wird sich grundlegend ändern, dies ergibt die Studie „Handelsszenarien Nordrhein-Westfalen 2030“ des IFH Köln im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Kann der Wandel im Handel gelingen?

Köln | Die PSA-Gruppe verlässt Köln. Das teilte das Unternehmen vergangene Woche via Pressemitteilung mit. Jetzt traf sich Oberbürgermeisterin Henriette Reker mit Rasmus Reuter, Geschäftsführer der Peugeot Citroën Deutschland nach der Standortentscheidung gegen Köln. Der stellte in dem Gespräch, so die schriftliche Mitteilung der Stadt, dass es sich alleine um eine Unternehmensinterne Entscheidung gehandelt habe.

Interviews zur Europawahl 2019

koepfe_europawahl_2019

Interviews mit den Kandidaten zur Europawahl 2019

Die Redaktion von report-K fragte alle Parteien und Gruppierungen an und bat um die Nennung von Interviewpartnerinnen und -partner von Kandidatinnen und Kandidaten zur Europawahl 2019. Nicht alle Parteien antworteten oder schickten Kandidaten. Die Liste der Parteien, die keine Interviewkandidaten anboten, finden sie am Ende dieser Direktlinks zu den einzelnen Kandidateninterviews.

Martin Schulz, SPD, (kein Kandidat) im Europawahlkampf in Köln

Martin Schirdewan, Die Linke

Damian Boeselager, Volt

Marie-Isabelle Heiß, Volt Europa

Andre Veltens, Partei der Humanisten

Engin Eroglu, Freie Wählern

Christian Rombeck, Demokratie direkt

Fabienne Sandkühler, Partei der Humanisten

Michael Kauch, FDP

Murat Yilmaz, Die Linke

Eileen O‘Sullivan, Volt

Hans Werner Schoutz, LKR

Prof. Dr. Holger Schiele, LKR

Birgit Beate Dickas, Die Partei
Sabine Kader, Die Partei

Inga Beißwänger, Bündnis Grundeinkommen

Inessa Kober, MLPD

Fritz Ullmann, MLPD

Reinhard Bütikofer, Bündnis 90/Die Grünen

Katarina Barley, SPD

Gerd Kaspar, FDP

Moritz Körner, FDP

Philipp Tentner, SGP

Renate Mäule, ÖDP

Elisabeth Zimmermann-Modler, SGP

Arndt Kohn, SPD

Dietmar Gaisenkersting, SGP

Claudia Walther, SPD

Alexandra Geese, Bündnis 90/ Die Grünen

Nadine Milde, Bündnis 90/Die Grünen

Sandra Lück, Tierschutzpartei

Daniel Freund, Bündnis 90/Die Grünen

Nicola Beer, FDP Spitzenkandidatin

Axel Voss, CDU

Felix Werth, Partei für Gesundheitsforschung

Karin Schäfer, Die Violetten

Marion Schmitz, Die Violetten

Claudia Krüger, Aktion Partei für Tierschutz – Das Original - Tierschutz hier!

Dr. Tobias Lechtenfeld, Volt Europa

Friedrich Jeschke, Volt Europa

Michael Schulz, Die Grauen – Für alle Generationen

Chris Pyak, Neue Liberale

Christian Rombeck, Demokratie direkt

Georg Lenz, Die Partei

Niels Geucking, Familienpartei

Helmut Geucking, Familienpartei

Diese Parteien und Vereinigungen nahmen das Interviewangebot von report-K nicht wahr: Piratenpartei Deutschland, Graue Panther, DER DRITTE WEG,Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD), DIE RECHTE,Ab jetzt...Demokratie durch Volksabstimmung, Menschliche Welt (MENSCHLICHE WELT), PARTEI FÜR DIE TIERE DEUTSCHLAND (PARTEI FÜR DIE TIERE), Alternative für Deutschland (AfD), Demokratie in Europa - DiEM25, Ökologische Linke (ÖkoLinX), Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit (BIG), Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz (Tierschutzallianz), Bündnis C - Christen für Deutschland (Bündnis C), Bayernpartei (BP), Europäische Partei LIEBE (LIEBE), Feministische Partei DIE FRAUEN (DIE FRAUEN), Christlich-Soziale Union in Bayern e.V. (CSU).

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >