Weltwirtschaft

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Berlin | Experten erwarten keine Staatspleite der Türkei, wohl aber einen weiteren Verfall der türkischen Lira. "Da die türkische Zentralbank die Anleihen der Regierung zur Not in unendlicher Höhe kaufen kann, ist die Gefahr einer Staatspleite gering", sagte Alexander Kriwoluzky, Leiter der Abteilung Makroökonomie am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW), der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstagsausgabe). "Das Finanzieren des Staates führt aber zu Inflation, deswegen ist die Gefahr weiterer hoher Inflationsraten sehr hoch."

Ankara | Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat einen Boykott von Elektronikprodukten aus den USA angekündigt. "Sie haben iPhones, aber es gibt auf der anderen Seite auch Samsung", sagte Erdogan am Dienstag in Ankara. Der türkische Präsident reagierte damit auf neue US-Strafzölle gegen die Türkei.

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Berlin | Die US-Bundesstaaten wollen mit dem Geld von Volkswagen ihre Fuhrparks mit alten Dieselmotoren erneuern und ein Ladenetz für Batterieautos aufbauen. Von den Milliardenstrafen, die der VW-Konzern wegen des Abgasbetrugs in den USA zahlten musste, sind rund 2,9 Milliarden Dollar in einen Umweltfonds geflossen, berichtet die "Welt am Sonntag". Aus dem sogenannten VW Diesel Emissions Environmental Mitigation Trust haben inzwischen nahezu alle Bundesstaaten, Territorien der USA sowie Vertreter der Indianerstämme Mittel beantragt.

Washington | Die USA verdoppeln ihre Strafzölle für die Türkei.

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Tokio | aktualisiert | Die EU und Japan haben am Dienstag ein Freihandelsabkommen auf den Weg gebracht.

Luxemburg | Der Überschuss der EU-Staaten im Warenhandel mit den USA ist zuletzt erneut gestiegen. Von Januar bis Mai 2018 wurden Waren im Wert von 163,1 Milliarden Euro aus der EU in die USA exportiert und Waren im Wert von 108,2 Milliarden Euro von dort importiert, teilte das EU-Statistikamt Eurostat am Montag mit. Die Exporte in die USA stiegen dabei um 2,1 Prozent, während die Einfuhren um 3,1 Prozent sanken.

Washington | US-Präsident Trump ärgert sich über Preiserhöhungen von Viagra-Hersteller Pfizer und anderer Unternehmen. Hierfür gebe es keinen Grund. "Pfizer & others should be ashamed that they have raised drug prices for no reason", schrieb Trump am Montag auf Twitter.

Tallinn | Estlands Außenminister Sven Mikser hat die EU-Partner aufgefordert, den Bau der russischen Gaspipeline Nord Stream 2 zu verhindern. "Es ist schlicht und einfach im Interesse der EU, das Projekt zu stoppen", sagte Mikser der "Welt". Die Pipeline sei kein wirtschaftliches, sondern ein geopolitisches Projekt.

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Luxemburg | Die Inflationsrate im Euroraum beträgt im Juni 2018 im Vergleich zum Vorjahresmonat voraussichtlich 2,0 Prozent. Das teilte das EU-Statistikamt Eurostat am Freitag nach einer Schnellschätzung mit. Im Mai hatte die jährliche Inflation 1,9 Prozent betragen.

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Wellington | Der größte Milchexporteur weltweit, Neuseeland, sieht in seinem geplanten Freihandelsabkommen mit der EU keine Gefahr für europäische Bauern.

Köln | In der jüngsten Marktanalyse des Deutschen Instituts für Luft- und Raumfahrt hat sich der Vormarsch der „low cost carrier“ weiter fortgesetzt. Rund 30 Prozent aller Flugverbindungen werden derzeit von Billig- oder Günstig-Airlines bedient.

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Washington | Die USA erheben künftige neue Zölle auf bestimmte chinesische Produkte. Das kündigte US-Präsident Donald Trump am Freitag an. Die neuen Zölle sollen 25 Prozent betragen.

Frankfurt/Main | Ein Verbleib des Euro-Clearings in London nach dem Brexit würde einem Gutachten zufolge große Gefahren für den europäischen Finanzsektor mit sich bringen. Das berichtet das "Handelsblatt" (Montagsausgabe) unter Berufung auf eine Studie von Volker Brühl vom Frankfurter Center for Financial Studies für die hessische Landesregierung. Der Finanzprofessor plädiert darin für eine einheitliche Regulierung von Banken und Clearinghäusern in der EU. "Denn wenn es zu einer Schieflage eines Clearinghauses kommt, hätte das große Auswirkungen auf die europäischen Banken", sagte Brühl.

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Frankfurt/Main | Die Europäische Zentralbank (EZB) hat angekündigt, ihre Staatsanleihekäufe bald einzustellen. "Ich habe Ende vergangenen Jahres gesagt, dass ich nicht davon ausgehe, dass das Anleiheankaufprogramm noch einmal verlängert werden müsse. Ich habe keine Veranlassung, meine Meinung zu ändern", so Direktoriumsmitglied Benoît Cœuré in der Wochenzeitung "Die Zeit".

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Washington | Einer der wichtigsten Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump hält eine Einigung im Handelsstreit mit Europa noch für möglich. "Nach allem was ich von meinen Kollegen höre, sind wir sehr hoffnungsvoll, die Verhandlungen mit Europa erfolgreich abzuschließen. Ich sehe keinen Handelskrieg", sagte Kevin Hassett, der Vorsitzende der ökonomischen Berater (Chairman of the Council of Economic Advisers, CEA) dem "Handelsblatt".

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