Weltwirtschaft

Peking | Der Aufstieg Chinas zu einem der größten Geldgeber Afrikas und anderer Regionen hat anders als bislang oft angenommen offenbar erhebliche positive wirtschaftliche Effekte. Das geht aus einer Studie des Heidelberger Entwicklungsökonomen Axel Dreher und mehrerer internationaler Ko-Autoren hervor, über die die "F.A.Z. Woche" in ihrer aktuellen Ausgabe (Freitag) berichtet. Von China geförderte Entwicklungsprojekte steigern das Wirtschaftswachstum der Empfängerländer demnach genauso stark wie von den USA oder europäischen Ländern initiierte Projekte.

Stockholm | Der Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften geht in diesem Jahr an den US-Verhaltensökonom Richard Thaler. Das teilte die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften am Montag in Stockholm mit. Thaler gilt als einer der weltweit führenden Verhaltensökonomen und beriet in der Vergangenheit unter anderem den ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama.

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Luxemburg | Die Arbeitslosenquote in der Europäischen Union ist weiter gesunken. Sie lag saisonbereinigt im August 2017 bei 7,6 Prozent und damit deutlich niedriger als im August 2016, als sie 8,5 Prozent betrug, teilte Eurostat am Montag mit. Dies sei die niedrigste Quote, die seit November 2008 in den EU-Staaten verzeichnet wurde, so die Statistiker.

Washington | Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat ihren Leitzins nicht verändert. Die Fed-Funds-Rate liege weiter in einer Spanne zwischen 1,00 und 1,25 Prozent, teilten die Währungshüter am Mittwoch in Washington mit. Die Fed hatte ihren Leitzins zuletzt im Juni um 0,25 Prozentpunkte angehoben.

Luxemburg | Der europäische Rettungsschirm ESM will Ende des Jahres zum ersten Mal eine Anleihe in fremder Währung auflegen: Nach derzeitiger Planung wird die Organisation mit Sitz in Luxemburg mindestens eine Milliarde Dollar bei internationalen Investoren einsammeln, berichtet der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe.

Washington | Die Arbeitslosenquote in den USA ist im August leicht auf 4,4 Prozent gestiegen. Das teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Die Unternehmen in den USA schufen dem Ministerium zufolge rund 156.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft.

München | Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, hat mit Blick auf das Krisenland Italien vor "massiven politischen Konflikten" in Europa gewarnt. "Man kann das Land mit Staatsanleihenkäufen der Europäischen Zentralbank und wachsender versteckter Kreditvergabe durch das Target-System sicherlich lange liquide halten. Allerdings wird irgendwann der Druck steigen, dem Land mit offenen Transfers zu helfen", sagte Fuest der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montagsausgabe).

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Brüssel | Die Behörden in Belgien haben offenbar bereits seit zwei Monaten von einer von einer möglichen Belastung von Eiern mit dem Insektizid Fipronil erfahren. Man habe seit Anfang Juni gewusst, dass es möglicherweise ein Problem mit Fipronil in der Geflügelzucht gebe, sagte eine Sprecherin der belgischen Agentur für Lebensmittelsicherheit dem Fernsehsender VRT.

Mailand | Der italienische Top-Modeschöpfers Giorgio Armani hat einen "generellen Wechsel beim Einkaufsverhalten" beklagt. "2016 hat sich als schwieriges Jahr für die Mode- und Luxusbranche herausgestellt", sagte Armani dem "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe). Nach vielen Wachstumsjahren war der Umsatz im vergangenen Jahr erstmals um fünf Prozent auf rund 2,5 Milliarden Euro gesunken.

London | Der Vorstandschef der britischen Großbank Standard Chartered, Bill Winters, hat vor einem möglichen Konjunktureinbruch in den USA gewarnt. "Die Situation ist sicherlich prekär", sagte Winters dem "Handelsblatt". "Die USA sind schon sehr weit im Konjunkturzyklus fortgeschritten und müssten statistisch gesehen eigentlich auf eine Abkühlung zusteuern."

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Göteborg | Volvo-Chef Hakan Samuelsson hat die Leistungen von Tesla-Gründer Elon Musk im Elektroauto-Wettbewerb gewürdigt. Musk habe klare Ziele und sei leidenschaftlich, sagte Samuelsson der Wochenzeitung "Die Zeit". Mit Tesla habe er Impulse in die Branche gebracht.

Den Haag | Europol meldet 66 Festnahmen im bereits seit 2013 bekannten Pferdefleisch-Skandal. 65 Festnahmen seien in Spanien erfolgt, teilte Europol am Sonntag mit, ein Niederländer, der als Chef der Bande gilt, sei in Belgien festgenommen worden. Bereits 2013 waren in verschiedenen europäischen Ländern als Rindfleischprodukte deklarierte Lebensmittel aufgetaucht, die teilweise vollständig aus nicht deklariertem Pferdefleisch bestanden.

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Brüssel | Die Europäische Union und Japan haben sich am Donnerstag prinzipiell auf ein Freihandelsabkommen geeinigt.

Ottawa | Der kanadische Notenbankchef Stephen Poloz will mit einer Zinserhöhung nicht unbedingt warten, bis die Inflation steigt. Man müsse antizipieren, wo die Wirtschaft in 18 bis 24 Monaten stehe: "Wenn wir nur auf die Inflation schauen und darauf reagieren, würden wir unser Inflationsziel nie erreichen und wären immer zwei Jahre zu spät", sagte Poloz dem "Handelsblatt". Deshalb müsse man auf weitere Indikatoren achten, die die Inflation in den Modellen der Notenbank vorhersagen.

Brüssel | Als Gegengewicht zur Abschottungspolitik von US-Präsident Donald Trump will sich Europa bis Anfang Juli auf ein Handelsabkommen mit Japan verständigen. Laut eines Berichts der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagsausgabe) strebt die EU bereits vor dem G-20-Gipfel am 7. Juli in Hamburg eine politische Einigung an. Nach Plänen der EU-Kommission könnte Japans Premierminister Shinzo Abe bereits einen Tag zuvor zu einem EU-Japan-Gipfel nach Brüssel kommen, um die mögliche Übereinkunft zu verkünden.

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