Weltwirtschaft

München | Der Fondschef des US-Anleiheriesen Pimco in Deutschland, Andrew Bosomworth, rechnet mit insgesamt drei Schritten von jeweils 0,25 Prozentpunkten bei den US-Leitzinsen durch die US-Notenbank Fed in diesem Jahr. Danach soll aber bald Schluss sein. Der aktuelle Zinserhöhungszyklus "wird nicht deutlich über 2018 hinausgehen", sagte Bosomworth dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe).

Brüssel | Die EU-Kommission will Banken dazu verpflichten, die Gebühren für grenzüberschreitende Überweisungen weiter zu senken. Für "Nicht-Euro-Überweisungen" würden Banken teilweise "undurchsichtige" und "exzessive Gebühren" verlangen, heißt es einem "Aktionsplan zu Finanzdienstleistungen für Verbraucher", den die Kommission kommende Woche vorlegt und aus dem das "Handelsblatt" zitiert. "Hohe Mindestgebühren" würden den Transfer kleiner Geldbeträge "sehr teuer" machen.

Washington | Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hebt ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte an. Dieser bewege sich damit künftig in der Spanne zwischen 0,75 und 1,00 Prozent, teilten die Währungshüter am Mittwoch mit. Beobachter hatten diese Entscheidung erwartet.

Washington | Die Arbeitslosenquote in den USA ist im Februar 2017 leicht auf 4,7 Prozent gesunken. Das teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Die Unternehmen in den USA schufen dem Ministerium zufolge rund 235.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft.

Berlin | Vor dem Hintergrund der massiven wirtschaftlichen und politischen Probleme der Türkei, befürchtet der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Anton Börner, einen Einbruch im deutsch-türkischen Handel. "Der Vertrauensverlust ist enorm", sagte der BGA-Präsident der "Heilbronner Stimme". "Zum einen scheidet die Türkei als Investitionsstandort aus, solange völlig offen ist, wo sie hingeht. Zum anderen fehlen dem Land aber derzeit auch die Wachstumsperspektiven, so dass neue Engagements kaum lohnen." Noch würden aber "Verträge eingehalten und Rechnungen bezahlt", sagte Börner. So lägen die deutschen Exporte in die Türkei im Jahr 2016 nur knapp unter dem Vorjahr (- 0,9 Prozent bis einschließlich November 2016).

Ljubljana | Mehrere Nachbarstaaten werfen Österreich unzulässige wirtschaftliche Abschottung vor. Unter dem Vorwand, Lohndumping zu bekämpfen, betrieben Österreichs Behörden systematisch Diskriminierung und Protektionismus, so die slowenische Regierung gegenüber der Wochenzeitung "Die Zeit".

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Brüssel | Köln | Kölns Messechef Gerald Böse im Plenarsaal des Europäischen Parlaments in Brüssel. Auf dem Platz, auf dem sonst Präsident Jean-Claude Junker Platz nimmt. Rund 50 Teilnehmer aus dem EU-Parlament und der europäischen Messewirtschaft hatten sich zum ersten „Exhibition Industry EU Dialogue“, einer gemeinsamen Veranstaltung der Messe-Institutionen European Major Exhibition Centres Association (EMECA), Ausstellungs- und Messeausschuss der Deutschen Wirtschaft (AUMA) und des Messe-Weltverbands UFI eingefunden. Ziel war es den EU-weiten Austausch innerhalb der Messebranche und der wesentlichen EU-Institutionen zu fördern.

Paris | Rüsselsheim | Der französische Autokonzern PSA Peugeot Citroën übernimmt den deutschen Autobauer Opel. Der Kaufpreis betrage 1,3 Milliarden Euro, teilten die Unternehmen am Montag mit. Mit rund 900 Millionen Euro für das europäische Finanzierungsgeschäft betrage das Transaktionsvolumen insgesamt 2,2 Milliarden Euro.

Berlin | Die Zukunft der Türkei als beliebtes Reiseziel der Deutschen hängt von dem Verlauf der aktuellen politischen Auseinandersetzungen zwischen Berlin und Ankara ab. Das sagte Torsten Kirstges, Professor für Tourismuswirtschaft an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Noch hielten die deutschen Reiseveranstalter aus Verbundenheit mit ihren langjährigen Partnern vor Ort an der Türkei fest.

Berlin | Wenige Tage vor Beginn des Genfer Autosalons stellt die Europäische Kommission der Autoindustrie finanzielle Unterstützung für den Bau von Batteriefabriken in Aussicht. "Europas Autoindustrie muss auf allen Feldern Weltspitze sein", sagte EU-Kommissions-Vizepräsident Maroš Šefčovič der "Welt am Sonntag" (5. März 2017).

Los Gatos | Der US-Streamingdienst Netflix hat seinen Markteintritt in China vorerst auf Eis gelegt. "Der Markteintritt von Netflix in China steht vorerst nicht mehr im Fokus", sagte Netflix-Chef Reed Hastings der "Welt am Sonntag". Das Unternehmen verkaufe inzwischen seine Inhalte an die drei großen chinesischen Unternehmen Baidu, Tencent und Alibaba.

Charlotte | Der Chef des zweitgrößten US-Geldhauses, Bank of America, hat sich dafür ausgesprochen, das strikte US-Regelwerk für Kreditinstitute zu lockern: "In den vergangenen Jahren haben wir die Bankbranche deutlich sicherer und solider gemacht", sagte Vorstandschef Brian Moynihan dem "Handelsblatt". "Aber die Frage ist, ob wir das ausreichend mit einem anderen Ziel austariert haben, und zwar die Wirtschaft und das Wachstum durch die Kreditvergabe und den Kapitalmarkt zu unterstützen." Vor einigen Wochen hatte US-Präsident Donald Trump mit einem Dekret bestimmt, die nach der Finanzkrise verabschiedeten sogenannten Dodd-Frank-Regeln für Banken zu lockern.

London | Victoria Beckham, einst Mitglied der Spice Girls und mittlerweile Modemacherin, will mit ihrer Marke weltweit expandieren: "Ich setze zurzeit den Schwerpunkt auf den Ausbau der Marke und unseres Teams. Es gibt viele Dinge, die ich tun möchte", sagte Beckham dem am Freitag erscheinenden "Handelsblatt Magazin".

Wien | Österreich will mit einem neuartigen Förderprogramm gegen den europäischen Verdrängungswettbewerb um Arbeitsplätze vorgehen. Geplant ist nach einem Kabinettsbeschluss ein "Beschäftigungsbonus", schreibt die "Süddeutsche Zeitung" (Donnerstagausgabe): Firmen bekommen die Hälfte der Lohnnebenkosten erstattet, wenn sie in Österreich ansässige Arbeitnehmer anstellen. Bundeskanzler Christian Kern sagte der SZ, man wolle damit die im OECD-Vergleich hohe Arbeitslosenquote von zehn Prozent senken.

Mexiko-Stadt | Mexiko hat angekündigt, den Handel mit anderen großen Staaten wie Deutschland auszubauen. "Wir haben begriffen, wie wichtig Deutschland für uns ist und welche gemeinsamen Chancen wir haben", sagte der mexikanische Außenminister Luis Videgaray Caso der "Welt". Die Präsenz deutscher Firmen in Mexiko sei schon gut, aber ausbaufähig, "gerade beim derzeitigen Stand der weltwirtschaftlichen Entwicklung", sagte Videgaray.

AfD-Bundesparteitag 2017 in Köln

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