Weltwirtschaft

München | Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, hat mit Blick auf das Krisenland Italien vor "massiven politischen Konflikten" in Europa gewarnt. "Man kann das Land mit Staatsanleihenkäufen der Europäischen Zentralbank und wachsender versteckter Kreditvergabe durch das Target-System sicherlich lange liquide halten. Allerdings wird irgendwann der Druck steigen, dem Land mit offenen Transfers zu helfen", sagte Fuest der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montagsausgabe).

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Brüssel | Die Behörden in Belgien haben offenbar bereits seit zwei Monaten von einer von einer möglichen Belastung von Eiern mit dem Insektizid Fipronil erfahren. Man habe seit Anfang Juni gewusst, dass es möglicherweise ein Problem mit Fipronil in der Geflügelzucht gebe, sagte eine Sprecherin der belgischen Agentur für Lebensmittelsicherheit dem Fernsehsender VRT.

Mailand | Der italienische Top-Modeschöpfers Giorgio Armani hat einen "generellen Wechsel beim Einkaufsverhalten" beklagt. "2016 hat sich als schwieriges Jahr für die Mode- und Luxusbranche herausgestellt", sagte Armani dem "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe). Nach vielen Wachstumsjahren war der Umsatz im vergangenen Jahr erstmals um fünf Prozent auf rund 2,5 Milliarden Euro gesunken.

London | Der Vorstandschef der britischen Großbank Standard Chartered, Bill Winters, hat vor einem möglichen Konjunktureinbruch in den USA gewarnt. "Die Situation ist sicherlich prekär", sagte Winters dem "Handelsblatt". "Die USA sind schon sehr weit im Konjunkturzyklus fortgeschritten und müssten statistisch gesehen eigentlich auf eine Abkühlung zusteuern."

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Göteborg | Volvo-Chef Hakan Samuelsson hat die Leistungen von Tesla-Gründer Elon Musk im Elektroauto-Wettbewerb gewürdigt. Musk habe klare Ziele und sei leidenschaftlich, sagte Samuelsson der Wochenzeitung "Die Zeit". Mit Tesla habe er Impulse in die Branche gebracht.

Den Haag | Europol meldet 66 Festnahmen im bereits seit 2013 bekannten Pferdefleisch-Skandal. 65 Festnahmen seien in Spanien erfolgt, teilte Europol am Sonntag mit, ein Niederländer, der als Chef der Bande gilt, sei in Belgien festgenommen worden. Bereits 2013 waren in verschiedenen europäischen Ländern als Rindfleischprodukte deklarierte Lebensmittel aufgetaucht, die teilweise vollständig aus nicht deklariertem Pferdefleisch bestanden.

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Brüssel | Die Europäische Union und Japan haben sich am Donnerstag prinzipiell auf ein Freihandelsabkommen geeinigt.

Ottawa | Der kanadische Notenbankchef Stephen Poloz will mit einer Zinserhöhung nicht unbedingt warten, bis die Inflation steigt. Man müsse antizipieren, wo die Wirtschaft in 18 bis 24 Monaten stehe: "Wenn wir nur auf die Inflation schauen und darauf reagieren, würden wir unser Inflationsziel nie erreichen und wären immer zwei Jahre zu spät", sagte Poloz dem "Handelsblatt". Deshalb müsse man auf weitere Indikatoren achten, die die Inflation in den Modellen der Notenbank vorhersagen.

Brüssel | Als Gegengewicht zur Abschottungspolitik von US-Präsident Donald Trump will sich Europa bis Anfang Juli auf ein Handelsabkommen mit Japan verständigen. Laut eines Berichts der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagsausgabe) strebt die EU bereits vor dem G-20-Gipfel am 7. Juli in Hamburg eine politische Einigung an. Nach Plänen der EU-Kommission könnte Japans Premierminister Shinzo Abe bereits einen Tag zuvor zu einem EU-Japan-Gipfel nach Brüssel kommen, um die mögliche Übereinkunft zu verkünden.

Peking | Entgegen einer Absprache mit Deutschland erwägt China doch, strenge Zwangsquoten für Elektroautos bereits im kommenden Jahr einzuführen: Einen entsprechenden Entwurf hat der Staatsrat in Peking veröffentlicht. "Der jetzige Entwurf kann die gute Zusammenarbeit zwischen Berlin und Peking der vergangenen Monate untergraben", sagte Jost Wübbeke von Chinaforschungsinstitut Merics dem "Handelsblatt". Dabei hatte Chinas Premier Li Keqiang vor zwei Wochen in Berlin zugesichert: "Wir haben eine Lösung gefunden."

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Chicaga | Boeing-Chef Dennis Muilenburg schätzt den Markteintritt von Elektroflugzeugen deutlich zurückhaltender als Airbus ein. Es werde noch "ein paar Jahrzehnte dauern", bis es Flugzeuge in der heutigen Größe der Boeing-Modelle mit hybrid-elektrischem Antrieb gebe, sagte Muilenburg der "Welt am Sonntag". Der europäische Konkurrent Airbus will hingegen binnen 15 Jahren einen E-Flieger mit 100 Sitzen auf den Markt bringen.

Washington | Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hebt ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte an. Dieser bewege sich damit künftig in der Spanne zwischen 1,00 und 1,25 Prozent, teilten die Währungshüter am Mittwoch mit. Beobachter hatten diese Entscheidung erwartet.

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London | Der Finanzplatz London ist offenbar die Hauptdrehscheibe bei sogenannten Cum-Ex-Geschäften, mit denen der deutsche Fiskus jahrelang ausgeplündert worden war, gewesen. Laut eines Berichts von "Zeit", "Zeit Online" und des NDR-Magazins "Panorama" verursachte eine Bande von nur einem knappen Dutzend Londoner Investmentbankern den Großteil des Milliardenschadens durch Cum-Ex. Mehrere Mitglieder der Bande sagen dem Bericht zufolge derzeit umfassend bei der Kölner Staatsanwaltschaft aus.

Berlin | Wenn Deutschland seine nationalen Selbstverpflichtungen beim Klimaschutz einhalten will, muss die Bundesregierung laut einer Studie des Umweltbundesamtes (UBA) unpopuläre Maßnahmen ergreifen. So halten die Experten die Einführung einer "fahrleistungsabhängigen Maut für alle Straßenfahrzeuge" für unabdingbar, um die Pariser Klimaziele zu erfüllen, berichtet der "Spiegel" in seiner am Samstag erscheinenden Ausgabe. Demnach müssten alle Autofahrer eine Gebühr zahlen, deren Höhe von den gefahrenen Kilometern abhängig wäre.

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Washington | Die Arbeitslosenquote in den USA ist im Mai leicht auf 4,3 Prozent gesunken. Das teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Die Unternehmen in den USA schufen dem Ministerium zufolge rund 138.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft.

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