Weltwirtschaft

London | Der britische Arbeitsmarkt ist sechs Wochen nach dem Votum über ein Ausscheiden des Königreiches aus der Europäischen Union eingebrochen. "Der Arbeitsmarkt hat im Juli einen dramatischen freien Fall erlebt", sagte Kevin Green, Vorsitzender des britischen "Berufsverbandes für Personalvermittlung". Die Zahl neu ausgeschriebener und unbefristeter Arbeitsstellen sei auf den tiefsten Stand seit der Rezession 2009 gefallen.

Paris | Yves Perrier, Chef von Amundi, dem größten Vermögensverwalter Europas, hat Anleger zu Bescheidenheit gemahnt. Er hält es für nötig, die Anleger "anders zu erziehen". "Einige von ihnen erwarten immer noch Renditen von acht bis zehn Prozent", sagte Perrier im Interview mit dem "Handelsblatt".

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Riad | Saudi-Arabien steht vor einem grundlegenden Umbau seiner Wirtschaft. "Wir wollen die Voraussetzungen dafür schaffen, ein hochentwickeltes Industrieland zu werden. Unsere Vorbilder sind Länder wie Deutschland, Japan oder Südkorea", sagte der saudi-arabische Energieminister Khalid Al-Falih dem "Handelsblatt".

Brüssel | Durch das Brexit-Votum steht das lang ersehnte Europäische Patentgericht vor dem Aus. Denn nach dem Referendum der Briten könnte nicht nur das europäische Einheitspatent zusammenbrechen. Auch der geplante Gerichtssitz in London würde keinen Sinn mehr machen.

London | Die Stimmung in der britischen Wirtschaft hat sich nach dem Brexit-Votum drastisch verschlechtert. Einer Umfrage der Forschungsinstitute "YouGov" und "Centre for Economics and Business Research", die am Dienstag vorgestellt wurde, gaben 49 Prozent der Firmen an, den allgemeinen wirtschaftlichen Ausblick für die nächsten zwölf Monate pessimistisch zu betrachten. Vor dem Referendum hatten nur 25 Prozent der befragten Firmen einen solch negativen Ausblick gehabt.

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Berlin | EU-Kommissar Günther Oettinger hat Großbritannien schon für die unmittelbare Zukunft schwere wirtschaftliche Nachteile als Folge der EU-Austrittsentscheidung vorhergesagt.

New York | Die US-Börsen haben zu Wochenstart deutlich nachgelassen. Der Dow wurde bei Handelsschluss in New York mit 17.732,48 Punkten berechnet, ein Abschlag von 0,74 Prozent im Vergleich zum Freitagsschluss. Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 2.075 Punkten im Minus gewesen (-0,81 Prozent), die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 4.420 Punkten (-0,86 Prozent).

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Brüssel | Im belgischen Atomkraftwerk Tihange hat sich am Samstag erneut ein Zwischenfall ereignet. Betroffen sei ein Turbinenmotor im nicht-nuklearen Teil der Anlage, sagte ein Sprecher. Der betroffene Reaktor 2 sei daraufhin abgeschaltet worden.

Bracknell | Rolls-Royce-Chef Torsten Müller-Ötvös hat eindringlich vor einem Austritt Großbritanniens aus der EU gewarnt. "Würde Großbritannien austreten, gibt es keinen freien Warenverkehr mit der EU mehr", sagte Müller-Ötvös der Zeitschrift "Super Illu".

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Phoenix | Bei eBay steht seit Donnerstag eine echte Boeing 747-400 zum Verkauf. Das Flugzeug mit dem Taufnamen "Lady Penelope" war seit den 1990er Jahren bis letzten Herbst für die Fluggesellschaft Virgin Atlantic im Einsatz und steht derzeit auf dem Goodyear Airport im US-Bundesstaat Arizona, der zunehmend als Flugzeugfriedhof zum Abwracken genutzt wird. Als Startangebot werden 299.000 US-Dollar verlangt.

Wuppertaler | Die Küchenmaschine Thermomix aus dem Hause Vorwerk soll schon bald erstmals auch in den USA und der Türkei verkauft werden: Das kündigte Reiner Strecker, persönlich haftender Gesellschafter des Wuppertaler Familienunternehmens, im Interview mit dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe) an. Für die USA überarbeite das Unternehmen sein gesamtes Vertriebskonzept. Bisher wird die digitale Küchenmaschine ausschließlich über Verkaufspartys vertrieben.

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Luxemburg | Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die EU-Tabakrichtlinie bestätigt. "Sowohl die weitreichende Vereinheitlichung der Packungen als auch das zukünftige Verbot von mit Menthol versetzten Zigaretten in der Union und die Sonderregelung für elektronische Zigaretten sind rechtmäßig", hieß es in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil. Die Tabakrichtlinie sieht verbindliche Maßgaben für die Herstellung und den Verkauf von Tabakprodukten vor.

Brüssel | In der Spitze der EU-Kommission gibt es nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" starke Zweifel, ob das TTIP-Abkommen mit den Vereinigten Staaten überhaupt noch geschlossen werden kann. Die US-Regierung bewege sich bisher zu wenig, damit dieses Jahr ein Abschluss gelingen könne, sagte ein hochrangiger Vertreter. Nach der Pause, die durch die Wahlen in den USA, Frankreich und Deutschland bis Ende 2017 entstehe, werde eine Wiederbelebung der Verhandlungen schwierig.

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Berlin | aktualisiert | Die Umweltschutzorganisation Greenpeace Niederlande hat am Montag zahlreiche bisher geheime Unterlagen zu den Verhandlungen über das Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der EU im Internet zugänglich gemacht. Nach Einschätzung von Greenpeace könnte TTIP bestehende Standards und Regularien zum Schutz von Umwelt und Verbrauchern selbst rückwirkend kippen. Die US-Seite schlage unter anderem Mechanismen vor, um etwa auch die Kennzeichnung von Lebensmitteln oder Regeln zu Erneuerbaren Energien als Handelshemmnis einzustufen.

Berlin | Die US-Regierung setzt Europa bei den Verhandlungen über das transatlantische Handelsabkommen TTIP offenbar deutlich stärker und weiter reichend unter Druck als bisher bekannt. Das geht aus Abschriften geheimer Verhandlungsdokumente hervor, über die "Süddeutsche Zeitung", WDR und NDR berichten. Das Material von insgesamt 240 Seiten habe Greenpeace zur Verfügung gestellt, es wird an diesem Montag veröffentlicht.

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Report-K berichtet intensiv über die Kommunalwahl am 13. September 2020. Hier finden Sie alle Informationen rund um die Kommunalwahl, Interviews mit Kandidatinnen und Kandidaten. 2020 wählt Köln einen neuen Rat, 9 Bezirksvertretungen, den Integrationsrat und eine oder einen Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister. Hier finden Sie alle Infos zur Kommunalwahl 2020 in NRW >

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