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RWI/ISL: Drohender Handelskrieg oder nur eine Delle im Welthandel?

Essen | Der Index zum Containerumschlag des RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik in Essen hat eine Delle im internationalen Containerhandel ausgemacht. Der revidierte Index für März ging von 135,5 recht deutlich auf 133 Indexpunkte zurück.

Die Essener Ökonomen sind sich allerdings noch nicht einig darüber, ob es sich bei dem Rückgang lediglich um eine normale Delle im ansonsten boomenden Welthandel oder um erste Auswirkungen einer rigideren Handelspolitik seitens der USA handelt. Auffällig ist jedoch, dass der Umschlag in den Häfen an der Pazifikküste der USA und in einigen chinesischen Häfen im März gesunken ist. Die Unsicherheit dieses Indices waren für den März jedoch größer als in den Vormonaten. So wurden die Werte für Januar und Februar wurden deutlich nach oben korrigiert, jedoch fehlen immer noch Angaben für eine ungewöhnlich große Zahl von Häfen.

In den Index gehen die vom ISL im Rahmen seiner Marktbeobachtung fortlaufend erhobenen Angaben zum Containerumschlag in internationalen Häfen ein. Da der internationale Handel im Wesentlichen per Seeschiff abgewickelt wird, lassen die Containerumschläge zuverlässige Rückschlüsse auf den Welthandel zu. Weil viele Häfen bereits zwei Wochen nach Ablauf eines Monats über ihre Aktivitäten berichten, ist der RWI/ISL-Containerumschlag-Index ein zuverlässiger Frühindikator der Entwicklung des internationalen Handels mit verarbeiteten Waren und damit auch der weltwirtschaftlichen Aktivität. Der Index enthält nunmehr die Angaben zum Containerumschlag von 88 internationalen Häfen, auf die rund 60 Prozent des weltweiten Containerumschlags entfallen. Die Schnellschätzung für Februar stützt sich auf Angaben von 38 Häfen, die drei Viertel des im Index abgebildeten Umschlags tätigen.

Der Index zum Containerumschlag wird monatlich ermittelt. Die nächste Veröffentlichung ist für den 23. Mai geplant.

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