Wirtschaftsnachrichten Weltwirtschaft

WEF sieht Trump und Brexit als große Risiken für Weltwirtschaft

Cologny | Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union und die Wahl Donald Trumps zum neuen US-Präsidenten sind laut Weltwirtschaftsforum (WEF) die größten Risiken für die Weltwirtschaft. Zu diesem Ergebnis kommt der "Global Risk Report 2017" der Stiftung, der dem "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe) vorliegt. "Die bekanntesten Störfaktoren sind die Entscheidung Großbritanniens, die EU zu verlassen, und der Sieg von Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl in den USA", heißt es in dem Papier.

Das WEF hat für den Report weltweit rund 750 Risikoexperten aus den Bereichen Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und der Zivilgesellschaft befragt "Wachsende Ungleichheit bei Einkommen und Vermögen" sowie die zunehmende "Polarisierung der Gesellschaften" gefährden nach Ansicht der WEF-Experten die politische Stabilität und den sozialen Zusammenhalt, auf die besonders die Geschäftswelt angewiesen ist. Zu den größten globalen Bedrohungen zählen die Risikoexperten nach wie vor auch drohende Klimaveränderungen, deren Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen noch einmal höher eingeschätzt werden Ausdrücklich weisen die WEF-Experten auf weit verbreitete Ängste in der Bevölkerung vor einem kulturellen Identitäts- und Kontrollverlust durch Migration, Globalisierung und den dadurch ausgelösten rapiden Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft hin. Allein mit zusätzlichem Wirtschaftswachstum könne man die populistische Wut auf das Establishment und die Risse in der Gesellschaft vermutlich nicht mehr heilen, heißt es in dem Bericht.

"Eine Reform des Marktkapitalismus gehört ebenso auf die Agenda."

Zurück zur Rubrik Weltwirtschaft

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Weltwirtschaft

Brüssel | Als Gegengewicht zur Abschottungspolitik von US-Präsident Donald Trump will sich Europa bis Anfang Juli auf ein Handelsabkommen mit Japan verständigen. Laut eines Berichts der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagsausgabe) strebt die EU bereits vor dem G-20-Gipfel am 7. Juli in Hamburg eine politische Einigung an. Nach Plänen der EU-Kommission könnte Japans Premierminister Shinzo Abe bereits einen Tag zuvor zu einem EU-Japan-Gipfel nach Brüssel kommen, um die mögliche Übereinkunft zu verkünden.

Peking | Entgegen einer Absprache mit Deutschland erwägt China doch, strenge Zwangsquoten für Elektroautos bereits im kommenden Jahr einzuführen: Einen entsprechenden Entwurf hat der Staatsrat in Peking veröffentlicht. "Der jetzige Entwurf kann die gute Zusammenarbeit zwischen Berlin und Peking der vergangenen Monate untergraben", sagte Jost Wübbeke von Chinaforschungsinstitut Merics dem "Handelsblatt". Dabei hatte Chinas Premier Li Keqiang vor zwei Wochen in Berlin zugesichert: "Wir haben eine Lösung gefunden."

flughafen_nacht240807

Chicaga | Boeing-Chef Dennis Muilenburg schätzt den Markteintritt von Elektroflugzeugen deutlich zurückhaltender als Airbus ein. Es werde noch "ein paar Jahrzehnte dauern", bis es Flugzeuge in der heutigen Größe der Boeing-Modelle mit hybrid-elektrischem Antrieb gebe, sagte Muilenburg der "Welt am Sonntag". Der europäische Konkurrent Airbus will hingegen binnen 15 Jahren einen E-Flieger mit 100 Sitzen auf den Markt bringen.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

digital_21122014

Aktuelle Nachrichten zur Netzpolitik und Netzökonomie in Deutschland.
---
Digitale Gadgets