Wirtschaft Deutschland

London | Bei der Übernahme der Air-Berlin-Tochter Niki hat sich laut eines Berichts der "Bild am Sonntag" die Muttergesellschaft von British Airways, IAG, eingeschaltet. Demnach prüft das Unternehmen seit Mittwoch die kurzfristige Übernahme von Niki, sollte die EU tatsächlich den Verkauf an Lufthansa untersagen. Man habe Air Berlin darum gebeten, Einblick in die Bücher zu bekommen, hieß es laut Zeitung aus der Unternehmenszentrale.

Grenzpreis für Gas deutlich gesunken

Wiesbaden | Der Grenzpreis für Gaslieferungen an Letztverbraucher hat im Jahr 2016 bei 3,53 Cent je Kilowattstunde gelegen: Der Grenzpreis sank damit um 10,9 Prozent gegenüber dem Jahr 2015 – damals hatte er 3,96 Cent je Kilowattstunde betragen, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Angaben am Donnerstag mit.

Wiesbaden | Im Oktober 2017 sind rund 44,6 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig gewesen: Gegenüber Oktober 2016 nahm die Zahl der Erwerbstätigen um 650.000 Personen oder 1,5 Prozent zu, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Grundlage vorläufiger Berechnungen am Donnerstag mit. Somit betrug die Vorjahresveränderungsrate in den bisherigen zehn Monaten des Jahres 2017 jeweils 1,5 Prozent. Erwerbslos waren im Oktober 2017 rund 1,6 Millionen Personen, 92.000 weniger als ein Jahr zuvor.

Wiesbaden | Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland haben im Oktober 2017 preisbereinigt 1,4 Prozent weniger und nominal 0,3 Prozent mehr umgesetzt als im Vorjahresmonat. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen am Donnerstag mit. Die Geschäfte hatten im Oktober 2017 an 24 Verkaufstagen offen, einen Tag weniger als im Oktober 2016. Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Oktober 2017 preisbereinigt 0,5 Prozent und nominal 3,5 Prozent mehr um als im Oktober 2016. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten preisbereinigt um 0,6 Prozent und nominal um 3,8 Prozent höher als im Vorjahresmonat.

Wiesbaden | Die Inflationsrate in Deutschland beträgt im November 2017 im Vergleich zum Vorjahresmonat voraussichtlich 1,8 Prozent.

Wolfsburg | Der Volkswagen-Konzern hat einer schnellen Einführung des Wasserstoff-Antriebs eine Absage erteilt. "Die Herstellung von Wasserstoff ist sehr energieaufwendig, dafür fehlt heute regenerativ erzeugter Strom", sagte VW-Markenchef Herbert Diess dem "Handelsblatt" (Donnerstagsausgabe). Im aktuellen Planungshorizont von Volkswagen bis zum Jahr 2025 werde es diese Antriebsform nicht geben.

Köln | Der zum Fernsehkonzern RTL Group gehörende Informationskanal n-tv hat vor einem reinen Nachrichtenkanal von ARD und ZDF gewarnt.

Berlin | Volvo-Chef Hakan Samuelsson hält es für sinnlos, alte, schmutzige Diesel nachzurüsten. "Man kann den Diesel sauber machen, das ist aber komplex und teuer", sagte Samuelsson der "Welt" (Dienstagausgabe). "Wir sehen aus heutiger Sicht keinen Grund mehr, eine neue Generation von Diesel-Motoren zu entwickeln."

Stuttgart | Das Landgericht Stuttgart hat eine zweijährige Bewährungsstrafe gegen den Gründer der Schlecker-Drogeriemärkte, Anton Schlecker, verhängt. Seine beiden Kinder sollen jeweils mehr als zweieinhalb Jahre in Haft, urteilte das Gericht am Montag. Die Staatsanwaltschaft hatte Anton Schlecker unter anderem betrügerischen Bankrott vorgeworfen.

München | Der BMW-Konzern steckt zusätzliche Milliarden in Forschung und Entwicklung. Nachdem der Konzern in diesem Jahr bislang zusätzlich 700 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung aufgewendet habe, komme im Schlussquartal ein dreistelliger Millionenbetrag dazu, sagte Finanzvorstand Nicolas Peter dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe). "Speziell im kommenden Jahr werden wir noch einmal deutlich zulegen: Wir werden bei den Entwicklungskosten auf 6,5 bis 7 Prozent vom Umsatz gehen, damit sind wir dann deutlich über dem selbst gesteckten Niveau von 5,5 Prozent", sagte Peter.

Essen | Im Streit über den Ausstieg bei Uniper bekommt Eon-Chef Johannes Teyssen Rückendeckung von Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley. "Natürlich gab es Alternativen, nichts ist alternativlos – aber es ist die beste Lösung", sagte Kley dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe). "Wir haben das im Aufsichtsrat intensiv geprüft."

Berlin | Der letzte DDR-Ministerpräsident und frühere CDU-Vize Lothar de Maizière wirft dem Siemens-Konzern vor, mit seiner Politik des Arbeitsplatzabbaus insbesondere in Ostdeutschland ein Programm zur Stärkung der AfD auf den Weg zu bringen. "Die Schließung des Siemenswerks in Görlitz würde die Arbeitslosenquote auf 24 Prozent ansteigen lassen. Damit wird die Region stigmatisiert", sagte de Maizière dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Samstagausgaben).

Berlin | Verdi-Chef Frank Bsirske pocht vor der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes auf eine deutlichere Lohnsteigerung als bei den vergangenen Runden. "Wir haben selten gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen", sagte er der "Stuttgarter Zeitung" (Freitagsausgabe) mit Verweis auf die günstige Konjunkturlage, die Wirtschaftsprognosen sowie die hohen Steuereinnahmen der öffentlichen Hand. "Vor diesem Hintergrund spricht viel dafür, diese günstigen Bedingungen in einen erfolgreichen Tarifabschluss umzusetzen, der aus meiner Sicht deutlich über dem liegen sollte, was wir in den vergangenen Jahren an Abschlüssen erlebt haben."

München | Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im November gestiegen: Der Index steht im elften Monat des Jahres bei 117,5 Zählern, teilte das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München am Freitag mit. Im Oktober war das Konjunkturbarometer auf 116,7 Punkte gestiegen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex gilt als wichtigster Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland.

Berlin | Firmen der sogenannten Share Economy bringen der Wirtschaft zusätzliche Wachstumsimpulse. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Focus unter Berufung auf eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Econ). Demnach haben alleine Kunden des Ferienwohnungsvermittlers Airbnb im Jahr 2016 insgesamt rund 1,038 Milliarden Euro für Güter und Dienstleistungen in Deutschland ausgegeben.

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