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Abfallexperte: Nur 5,6 Prozent des Kunststoffs werden recycelt

Berlin | Der Abfallexperte Hennig Wilts hält das deutsche Recyclingsystem für gescheitert. Nirgendwo zeige sich das klarer als beim Plastik. Beim Müllsammeln und Erfassen seien die Deutschen noch sehr gut, sagt Wilts, der am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie für Kreislaufwirtschaft zuständig ist.

"Danach tun sich Abgründe auf", sagte er dem "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe. Die Quote von 39 Prozent recycelten Plastikmülls, von der die Bundesregierung ausgeht, hält Wilts für eine "Fiktion". Bereits vor einigen Monaten kritisierten die Grünen die Berechnungen und sprachen von "Schummelquoten".

Rechne man Exporte und nicht verwertbare Verbundmaterialien heraus, käme man auf gerade mal 17,3 Prozent. Tatsächlich scheint auch diese Zahl noch zu hoch gegriffen. Wilts macht daher eine andere Rechnung auf: Von den gut 14 Millionen Tonnen neuen Kunststoffs, die 2017 in Deutschland verarbeitet wurden, flossen nur 0,8 Millionen Tonnen aus Reststoffen tatsächlich wieder in den Kreislauf zurück.

Demnach liegt die harte Recyclingquote bei nur 5,6 Prozent. Als Konsequenz fordert Wilts, den Einsatz von recyceltem Material bei der Plastikherstellung zu "erzwingen", entweder durch steuerliche Begünstigungen für Unternehmen oder gesetzlich festgelegte Mindestquoten für Recyclat. Gleichzeitig müsse die Subventionierung der Plastikherstellung beendet werden, absurderweise sei Rohöl steuerfrei, wenn es zu Plastik verarbeitet wird.

Unternehmen müssten zudem für die Verschmutzung der Umwelt verantwortlich gemacht werden können. Wilts: "Für eine leere Flasche am Strand von Myanmar muss ich denen eine Rechnung schicken können." Eine Zuordnung sei mit Fluoreszenzcodes an den Produkten technisch möglich.

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