Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

Amazon plant Läden in Deutschland

München | Der US-Onlinehändler Amazon kann sich in Ballungszentren eine zentrale Zustellung für alle Onlinehändler vorstellen. "Wir versuchen, den idealen Mix herauszufinden, den wir dem Kunden später anbieten. Das kann auch eine einheitliche Zustellung sein", sagte Ralf Kleber, Deutschland-Chef des Konzerns, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben).

In der Branche wird überlegt, ob sich so die Innenstädte von Verkehr entlasten lassen. Eine Sondergebühr für die Lieferung an die Haus- oder Wohnungstür statt kostenfrei in einen Paketshop wird Amazon nicht einführen. Zu entsprechenden Überlegungen der Paketdienste Hermes und DPD sagte Kleber: "Das kommentiere ich nicht. Aber wir nennen uns die Erfinder des versandfreien Zustellens. Amazon Prime gibt es jetzt seit zehn Jahren. Und unsere Kunden finden das gut."

Perspektivisch plant der größte Onlinehändler der Welt, ähnlich wie in den USA auch in Deutschland stationäre Läden zu betreiben. "Das ist keine Frage des Ob, sondern des Wann", sagte Kleber. "Kunden lieben Vielfalt online und im klassischen Handel. Letzterer steht in Deutschland immer noch für 90 bis 95 Prozent des Handelsumsatzes. Und wir werden uns nie dem verschließen, was der Kunde will." Ein genaues Datum nannte er nicht.

Zurück zur Rubrik Wirtschaft Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Wirtschaft Deutschland

Berlin | Am Immobilienmarkt deutet sich eine Abschwächung des Preisbooms an. Der vom Hamburger Marktforschungsinstitut F+B Forschung und Beratung berechnete Wohn-Index stieg im zweiten Quartal dieses Jahres um 1,6 Prozent, nach einem Plus von 2,6 Prozent in den ersten drei Monaten. Das berichtet die "Welt am Sonntag" vorab unter Berufung auf die aktuellen F+B-Daten.

kamera_pixabay_18072018

Karlsruhe | aktualisiert | Der Rundfunkbeitrag in Deutschland ist in seiner jetzigen Form im Wesentlichen mit der Verfassung vereinbar. Mit dem allgemeinen Gleichheitssatz nicht vereinbar sei allerdings, dass auch für Zweitwohnungen ein Rundfunkbeitrag zu leisten sei, teilte das Bundesverfassungsgericht am Mittwoch mit. Die Karlsruher Richter erklärten die gesetzlichen Bestimmungen zur Beitragspflicht für Zweitwohnungen für mit dem Grundgesetz unvereinbar.

hh_bahnhof_pixabay_18072018

Berlin | Die Bahn will künftig vor allem Autofahrer auf die Schiene locken - und dafür sogar von zu Hause abholen. Der öffentlicher Verkehr solle so komfortabel werden wie der individuelle, sagte Personenverkehrs-Vorstand Berthold Huber der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwochsausgabe). In Hamburg startet die Bahn über ihre Digitaltochter Ioki an diesem Mittwoch dazu mit dem Verkehrsverbund HVV ein für eine Millionenstadt bislang einzigartiges Pilotprojekt: Per Handy-App können sich Kunden des Nahverkehrs von Shuttles zu Hause abholen und zum Nahverkehrspreis zur nächsten S-Bahn bringen lassen.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS