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Atommüllzwischenlager in Jülich soll geprüft werden - Castoren sollen drei weitere Jahre in Forschungszentrum bleiben

Jülich | Im Streit über den Verbleib des Atommülls im Forschungszentrum Jülich (FZJ) will der Aufsichtsrat des FZJ den Bau eines Zwischenlagers in unmittelbarer Nähe prüfen lassen. Das Kontrollgremium habe daher den Vorstand beauftragt, eine Umweltverträglichkeitsuntersuchung zu veranlassen, teilte das Forschungszentrum am Mittwoch mit. Zugleich bat der Aufsichtsrat darum, den zurzeit ruhenden Antrag auf Verlängerung der Aufbewahrungsgenehmigung im Forschungszentrum selbst wieder aufzunehmen.

Dies sei nötig, um einen "genehmigungslosen Zustand" zu verhindern, betonte der Aufsichtsrat. Zugleich erklärte er, sein Beschluss, die Brennelemente nach Ahaus zu bringen, sei nach wie vor gültig.

Castoren sollten bis 2013 nach Ahaus gebracht werden

Die derzeitige Lagerungsgenehmigung für Jülich läuft Ende Juni kommenden Jahres aus. Bis dahin sollten eigentlich alle 152 Castoren mit Atommüll ins Zwischenlager Ahaus gebracht werden. Das Forschungszentrum befürchtet jedoch, den Zeitplan nicht einhalten zu können. Als Grund nannte der FZJ-Aufsichtsrat "nicht abzusehende Verzögerungen im Genehmigungsverfahren für die Einlagerung der Brennelemente in Ahaus".

Sollte nun der Antrag auf Verlängerung der Aufbewahrungsgenehmigung bewilligt werden, könnten die Castoren zumindest bis Ende Juni 2016 in Jülich bleiben. Zugleich hätte das Forschungszentrum mehr Zeit, den Neubau eines Zwischenlagers in unmittelbarer Nähe zu prüfen. Die geplanten Transporte des Atommülls nach Ahaus hatten für erhebliche Proteste gesorgt, nicht zuletzt weil sie durch dicht besiedeltes Gebiet führen sollten.

Die rot-grüne Landesregierung setzt sich bereits seit Monaten dafür ein, dass der Atommüll nicht nach Ahaus gebracht wird. Sie plädiert dafür, die Brennelemente in einem neuen Zwischenlager in Jülich zu lagern, bis es ein Atommüllendlager gibt.

Der FZJ-Aufsichtsrat betonte am Mittwoch, mit seinen Beschlüssen nehme er die Entscheidung zum künftigen Verbleib der Brennelemente nicht vorweg. Hierüber müssten sich die Gesellschafter des Forschungszentrums, Bund und Land, auf politischer Ebene verständigen.

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