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Auch RWI senkt Konjunkturprognose deutlich

Essen | Nach dem Münchner Ifo-Institut hat auch das Essener RWI-Institut seine Konjunkturprognose für Deutschland deutlich gesenkt. Für das laufende Jahr erwarten die Forscher nur noch ein Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent, teilte das RWI am Dienstag mit. Im März waren die Forscher noch von 2,4 Prozent ausgegangen.

Für 2019 erwartet das Institut einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 1,5 statt 1,9 Prozent. Die Gründe für die Korrektur liegen laut RWI im außenwirtschaftlichen Bereich: Unter anderem seien die Exporte in den ersten Monaten dieses Jahres schwächer gestiegen als ursprünglich angenommen. "Das außenwirtschaftliche Klima ist rauer geworden", sagte RWI-Konjunkturchef Roland Döhrn.

"Selbst wenn nur kleine Teile des deutschen Exports von den durch die USA verhängten Zöllen betroffen sind, dürfte das Aufkeimen des Protektionismus negativ auf das Exportklima wirken und Unternehmen vorsichtiger agieren lassen." Zusätzlich verunsichere die unklare Zukunft der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU, so Döhrn weiter. Am Vormittag hatte bereits das Ifo-Institut mitgeteilt, für das laufende Jahr nur noch 1,8 Prozent Wachstum zu erwarten.

Im Frühjahr 2018 hatten die Ifo-Forscher noch mit 2,6 Prozent gerechnet. Für das kommende Jahr rechnet das Münchner Institut ebenfalls nur noch mit 1,8 Prozent Wachstum, zuvor waren es 2,1 Prozent.

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