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Autobranche drängt weiter auf Staatshilfen

Berlin | Auch nach dem Autogipfel mit Bundes- und Landesregierungen, der ohne konkrete Ergebnisse endete, hält die Branche an ihrer Forderung nach Staatshilfe fest. "Vor allem für die vielen kleineren und mittleren Zulieferer muss rasch etwas getan werden", sagte die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie, Hildegard Müller, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Damit für einen Hilfsfonds mögliche Investoren gewonnen werden könnten, sollten "Überlegungen zu einer möglichen Risikoabdeckung über den Staat nicht ausgeschlossen werden, zum Beispiel über Bürgschaften".

Müller zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Politik im Herbst mit der Situation befassen und "falls nötig mit weiteren Instrumenten zur Stabilisierung agieren" werde. Dass die Industrie mit ihrem Ruf nach einer Kaufprämie für Autos mit Verbrennungsmotor bisher nicht durchdrang, betrachtet Müller nicht als Niederlage. "Klar ist, dass die deutsche Automobilindustrie bei der Politik weiter Gehör findet", sagte sie.

"Jeder weiß, wie wichtig unsere Branche für die Wertschöpfung in Deutschland ist - und damit für Wachstum, Innovation und Beschäftigung." Im Übrigen habe die Kaufprämie bei dem Treffen am Dienstag gar nicht auf der Tagesordnung gestanden. Der Vorsitzende der CDU-Mittelstandsunion, Carsten Linnemann, verteidigte die ablehnende Haltung der Koalition zur Kaufprämie.

"Wir müssen die Branche unterstützen, aber so, dass sie den Strukturwandel auch wirklich angeht", sagte er. "Die Hersteller haben den Veränderungsdruck unterschätzt." Gerade den Zulieferern sei mehr geholfen, wenn sie die aktuellen Verluste mit den Gewinnen früherer Jahre besser verrechnen könnten.

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