Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

opel62009

Aufgrund der geringen Kosten in Polen könnte sich die Schließung des Bochumer Opelwerks bereits nach wenigen Jahren rentieren.

Autoexperte: Schließung des Bochumer Opel-Werks würde sich nach drei Jahren rechnen

Bochum | Eine Schließung des Opel-Werks in Bochum und die Verlagerung der Produktion nach Polen würde sich für den Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) trotz hoher Abfindungskosten innerhalb von drei Jahren amortisieren. Das geht aus einer Analyse des CAR Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen für das "Handelsblatt" hervor.

Angesichts der geringeren Lohnkosten in Polen gelte dies selbst dann, wenn GM den 3.200 Bochumer Opel-Mitarbeitern eine Abfindung von je 150.000 Euro zahlen müsste. Nach Ablauf der drei Jahre spare Opel durch die Verlagerung dann schätzungsweise rund 210 Millionen Euro pro Jahr, sagte Institutsleiter Ferdinand Dudenhöffer. Die Modellrechnung der Branchenexperten vom CAR Center berücksichtigt allerdings nicht mögliche Transfers von Anlagen nach Polen sowie den Imageschaden, den ein Aus für Bochum verursachen könnte, und die daraus folgende Kaufzurückhaltung. So hatte der Handyhersteller Nokia nach der Schließung seiner Fertigungsstätte in Bochum deutliche Marktanteilsverluste in Deutschland erlitten. Im sich anbahnenden Überlebenskampf zwischen den europäischen Werken von General Motors hat Bochum nach Dudenhöffers Einschätzung schlechte Karten. Sowohl was Logistikstrukturen als auch was Arbeitskosten angehe, liege das Werk im Vergleich mit den anderen europäischen Opel-Werken im hinteren Feld. Arbeitskosten seien zwar beim Kapazitätsabbau nicht die allein entscheidende Größe - auch der Wert der Gebäude und Anlagen seien ein wichtiges Kriterium. Doch auch hier habe das 1962 eröffnete Werk in Bochum aufgrund seines hohen Alters einen deutlich geringeren Wert als etwa die jüngeren Fertigungsstätten in Eisenach oder am Stammsitz Rüsselsheim.

Zurück zur Rubrik Wirtschaft Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Wirtschaft Deutschland

warnstreik732012

Potsdam | Die Arbeitgeber gehen offenbar kompromissbereit in die am Donnerstag beginnende dritte Tarifrunde für den öffentlichen Dienst in den Kommunen und im Bund. Ulrich Mädge, Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), deutete in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" weitere Verbesserungen insbesondere im Pflegebereich an. "Denkbar ist einiges", sagte er, fügte zugleich aber auch hinzu: "Das Gesamtpaket muss für die kommunalen Arbeitgeber letztlich wirtschaftlich verkraftbar sein."

heizpilz_pixabay_06092020

Berlin | Politiker fordern parteiübergreifend die bundesweite Zulassung der teils verbotenen Heizpilze in der Gastronomie. "Auch in den Herbst- und Wintermonaten ist eine funktionierende Außengastronomie ein Teil der Lösung", sagte der Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). "Deshalb möchten wir Heizpilze nicht nur ermöglichen, sondern in den laufenden Überbrückungshilfen II wird die Anschaffung sogar finanziell unterstützt."

werbung_pixabay_15102020

Berlin | Die Werbebranche wird im Jahr 2020 laut einer Schätzung Einbußen von sechs Prozent verkraften müssen. Das geht aus einer neuen Prognose des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) hervor, über welche die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet. Der Markt schrumpft der Prognose zufolge wegen der Coronakrise von 48 auf 45 Milliarden Euro.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

KOMMUNALWAHL 2020

wahlbox

Report-K berichtet intensiv über die Kommunalwahl am 13. September 2020. Hier finden Sie alle Informationen rund um die Kommunalwahl, Interviews mit Kandidatinnen und Kandidaten. 2020 wählt Köln einen neuen Rat, 9 Bezirksvertretungen, den Integrationsrat und eine oder einen Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister. Hier finden Sie alle Infos zur Kommunalwahl 2020 in NRW >

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >