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Autohändler fürchten zu langsame Kreditvergabe

Berlin | Der Chef des Volkswagen- und Audi-Partnerverbandes, Dirk Weddigen von Knapp, kritisiert die von der Bundesregierung in Aussicht gestellte Hilfe für Unternehmen. "Die von der Regierung zugesagten Kredite werden nicht zeitgerecht eintreffen. Das macht uns die größte Sorge", sagte Weddigen von Knapp "Zeit-Online".

Die Bonitätsprüfung dauere auch in diesem Fall bis zu 90 Tage. Ohne neue Finanzierungen könnten die Unternehmen aber nur 30 bis 40 Tage überleben. "Am Ende hat der Autohändler dann die Kreditzusage, aber das Geld kriegt der Insolvenzverwalter", sagte der Händlerverbands-Chef.

Er ist skeptisch, ob das Versprechen von Wirtschaftsminister Peter Altmaier eingehalten werden kann, wonach kein Job wegen der Corona-Krise verloren gehe. "Herr Altmaier muss doch qua Amt Optimismus verbreiten. Das kann ich nachvollziehen."

Aber die Wirklichkeit, die er erlebe, sei eine andere. "Die Bundesregierung hat es in den vergangenen Jahren versäumt, die Bürokratie zu entschlacken. Die Hürden, um jetzt an Finanzhilfen zu kommen, sind zu hoch."

Seine Mitglieder wären bei einer Bewilligung längst pleite. Jeder Volkswagen-Händler habe durchschnittlich 500.000 Euro Fixkosten im Monat, die Audi-Händler 750.000 Euro. "Wir haben damit in der Gesamtorganisation einen Liquiditätsbedarf pro Monat von knapp einer Milliarde Euro", sagte Weddigen von Knapp. Im Volkswagen- und Audi-Partnerverband sind rund 1.200 Händler und 800 Servicebetriebe mit insgesamt mehr als 100.000 Mitarbeitern organisiert. Weddigen von Knapp forderte zudem, mögliche Strafzahlungen bei einer Überschreitung von Abgasgrenzwerten aus Brüssel zu überdenken. "Ich gehe davon aus, dass die Europäische Kommission reagieren wird. Sie muss die Automobilindustrie in allen europäischen Ländern stützen." Jetzt auf Strafzahlungen zu bestehen und nicht die Kosten der Corona-Krise zu bedenken "würde uns zusätzlich schaden und manchen Autohersteller womöglich vernichten".

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