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Bauernverband fürchtet verstärkte Landflucht

Berlin | Der Deutsche Bauernverband fürchtet eine verstärkte Landflucht. Ländliche Regionen drohten, angesichts des schleppenden Infrastrukturausbaus etwa mit schnellem Internet, abgehängt zu werden, sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagsausgabe).

"Die Regierung muss etwa bei der Breitbandversorgung ambitionierter und schneller handeln. Fünf Milliarden Euro an Fördermitteln reichen schlicht nicht aus. So schafft das Land den Sprung in die Zukunft nicht", sagte Rukwied weiter. "Wenn ein so wichtiges Zahnrad fehlt, läuft das Uhrwerk nicht mehr. Wenn die Jungen gehen, gibt es zuerst kaum noch Kinder, dann kaum noch Schulen, weniger Ärzte. Wir müssen diese Spirale durchbrechen." Beschleunigen könnte die Entwicklung nach Ansicht des Verbands der Plan der EU-Kommission, die Agrarsubventionen in den nächsten Jahren deutlich zu kürzen.

"Fließt noch weniger Geld in die ländlichen Regionen, kann das die Landflucht verschärfen", sagte Rukwied. "70 Prozent Europas bestehen aus ländlichem Raum. Für die Stabilität Europas ist der sehr wichtig. Doch genau die ist auf dem Land in Gefahr. Ich mache mir ernste Sorgen." Der Vorschlag der EU-Kommission für die die gemeinsame Agrar-Politik von 2021 bis 2027 sieht vor, dass der Agrar-Anteil am Gesamtbudget der EU von heute 38 Prozent auf etwa 28 Prozent sinkt. Allein bei deutschen Bauern kämen mehr als drei Milliarden Euro weniger an.

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