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Bericht: Fusion von Karstadt und Kaufhof vor der Freigabe

Berlin | Die geplante Fusion der beiden Warenhausunternehmen Karstadt und Galeria Kaufhof ist laut eines Zeitungsberichts formal in trockenen Tüchern. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Freitagsausgabe) schreibt unter Berufung auf "Unternehmenskreise", die Betreiber könnten eine Freigabe durch das Bundeskartellamt in Bonn erwarten. Anders als bisher erwartet werde es keine zweite vertiefende Prüfungsphase geben.

Der österreichische Investor und Karstadt-Eigentümer René Benko, der in den zurückliegenden Jahren gleich mehrere Anläufe für das Modell der Deutschen Warenhaus AG genommen hat, wäre damit am Ziel. Das geplante Zusammengehen war vor einem Monat bei der Wettbewerbsbehörde angemeldet worden. Am Freitag läuft die gesetzlich vorgesehene Frist für die erste Prüfungsphase ab.

Bei der Wettbewerbsbehörde war am Donnerstag zunächst keine offizielle Stellungnahme zu erhalten. Das Bundeskartellamt hatte zuvor angekündigt, den Fall intensiv zu durchleuchten. Es seien viele Produktkategorien genau anzuschauen, auch müssten die Verhältnisse auf den jeweiligen regionalen Märkten untersucht werden, hatte Kartellamtspräsident Andreas Mundt der FAZ im Sommer gesagt.

Nun scheint es doch schneller gegangen zu sein. Offenbar hatten die Unternehmen sehr ausführliche Unterlagen und Dokumente beigebracht, um wenig Raum für Rückfragen und weitere Verzögerungen zu lassen. Für beide Unternehmen bedeutet das, dass der Zusammenschluss nun doch noch vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft vollzogen werden kann.

Das dürfte vor allem für die mit hohen Verlusten und einer sehr dünnen Kapitaldecke kämpfende Kölner Galeria-Kaufhof-Gruppe eine gute Botschaft sein.

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