Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

Bundesbank-Vizepräsidentin sieht Risiken durch steigende Zinsen

Frankfurt/Main | Die Vizepräsidentin der Bundesbank, Claudia Buch, warnt vor Risiken durch steigende Zinsen. "Gerade Banken sind dem Risiko von Zinsänderungen ausgesetzt", sagte Buch dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe). Bei steigenden Zinsen würden sich die Zinsaufwendungen der Banken zunächst stärker erhöhen als die Zinseinnahmen.

Für besonders anfällig hält Buch kleinere Banken. "Gerade die für den deutschen Markt wichtigen kleineren Banken – die Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken – sind auf Grund ihres Geschäftsmodells in diesem Punkt verwundbar", sagte sie. Grundsätzlich sei die Struktur des deutschen Finanzsystems mit vielen kleinen Kreditinstituten wie den Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken ein Vorteil.

Durch die unterschiedlichen Strukturen und Geschäftsmodelle würden Risiken besser verteilt. Es könne aber zu einer Situation kommen, in der viele Institute makroökonomischen Risiken in ähnlicher Weise ausgesetzt seien. "Wenn diese Risiken eintreten, sind sie daher gemeinsam betroffen."

Zurück zur Rubrik Wirtschaft Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Wirtschaft Deutschland

Berlin | Der Deutsche Bauernverband fürchtet eine verstärkte Landflucht. Ländliche Regionen drohten, angesichts des schleppenden Infrastrukturausbaus etwa mit schnellem Internet, abgehängt zu werden, sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagsausgabe).

Wiesbaden | Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im Mai 2018 um 2,7 Prozent höher als im Mai 2017. Im April 2018 hatte die Jahresveränderungsrate bei + 2,0 Prozent gelegen, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit.

Köln | Der Deutsche Journalisten-Verband Landesverband NRW ruft seine Mitglieder bei 23 Tageszeitungen in NRW zur Urabstimmung auf.  Nach 17 Warnstreiktagen konnten sich Verleger und Gewerkschaften noch nicht einigen. Die Gewerkschaft fordert 2,8 Prozent mehr Gehalt, die Verleger bieten für dieses Jahr 1,7 Prozent und eine Einmalzahlung von 500 Euro, bei einer Laufzeit des Tarifvertrages bis 2020. Die Gewerkschaften fürchten, dass mit diesem Angebot noch nicht einmal die Inflationsrate ausgeglichen wird.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS