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Bundesregierung wirbt für Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank

Berlin | Die Bundesregierung wirbt hinter den Kulissen für eine Fusion zwischen der Deutschen Bank und der Commerzbank. Vertreter der Bundesregierung hätten bei der Bankenaufsicht wegen eines Zusammenschlusses der Institute vorgefühlt, berichtet das "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf eigene Informationen. Dabei hätten sie nach Angaben von Insidern versucht, Sympathie für einen solchen Schritt zu schaffen.

Bei der Finanzaufsicht gebe es aktuell keinen grundsätzlichen Widerstand gegen eine solche Fusion, die Kontrolleure sähen aber noch viele offene Fragen, berichtet die Zeitung weiter. Die Aufsichtsbehörden EZB, Bafin und Bundesbank sowie beide Banken hätten sich dazu nicht geäußert. das Bundesfinanzministerium wolle keine staatliche Zwangsfusion, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Regierungsreise. Man wolle aber die Rahmenbedingungen so setzen, dass beide Geldhäuser von sich aus gut zusammengehen können.

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und seine Beamten seien überzeugt: Es müsse sich etwas ändern, wenn die deutsche Finanzindustrie in Zukunft noch wettbewerbsfähig sein wolle. Die Deutsche Bank und die Commerzbank hinken der Konkurrenz seit Jahren hinterher. Ob sich das durch eine Fusion ändern ließe, sei allerdings umstritten.

Scholz hatte mehrfach stärkere deutsche Banken gefordert. "Wir brauchen eine nachhaltige Finanzindustrie, die global wettbewerbsfähig ist. Das ist zentral für Deutschland und Europa", sagte der Finanzminister am Dienstag auf einer Veranstaltung in Berlin.

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