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EZB setzt ultralockere Geldpolitik fort

Frankfurt/Main | Die Europäische Zentralbank (EZB) setzt ihre ultralockere Geldpolitik fort. Der EZB-Rat beschloss am Donnerstag unter anderem, die Zinssätze nicht anzutasten.

Damit bleibt der Zinssatz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte bei 0,00 Prozent, der Spitzenrefinanzierungssatz bei 0,25 Prozent.

Für Einlagen bei der EZB müssen Banken weiterhin Strafzinsen in Höhe von 0,50 Prozent zahlen. Dies war allgemein so erwartet worden. Seit September 2019 gelten diese Konditionen bereits.

Nachdem die Zentralbank ihr Inflationsziel Anfang Juli geändert und ihre Strategie angepasst hatte, änderte der EZB-Rat jetzt auch seinen Ausblick: Den lockeren geldpolitischen Kurs werde man beibehalten, um das neue Inflationsziel zu erreichen. Der Rat gehe davon aus, dass die Leitzinsen auf ihrem derzeitigen oder einem niedrigeren Niveau bleiben werden, bis die Inflation weit vor Ende des Projektionshorizonts und dauerhaft für den Rest dieses Zeitraums zwei Prozent erreiche, hieß es am Donnerstag. Mittelfristig müsse sich die Inflation bei zwei Prozent stabilisieren.

Dies könne auch eine Übergangszeit bedeuten, in der die Inflation "moderat" über dem Zielwert liege, so die Notenbank weiter. Das Pandemie-Notkaufprogramm mit Nettovermögenskäufen von bis zu 1.850 Milliarden Euro soll bis "mindestens Ende März 2022" fortgesetzt werden - auf jeden Fall aber so lange, wie die Coronavirus-Krisenphase anhalte.

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