Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

Germania-Chef macht Bundesregierung für Ticketpreise verantwortlich

Berlin | Der Chef der Berliner Fluggesellschaft Germania, Karsten Balke, kritisiert das Vorgehen der Bundesregierung im Zuge der Air-Berlin-Insolvenz. "Die Bundesregierung hat die Soziale Marktwirtschaft in ihr Gegenteil verkehrt und ein Monopol geschaffen, der Kredit in Höhe von 150 Millionen Euro hat dies deutlich unterstützt", sagte Balke den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Die Bundesregierung habe so die Rahmenbedingungen für die hohen Ticketpreise gesetzt.

"Wenn man die Nummer eins unter den deutschen Airlines weiter unterstützt, dann führt das eben zu einer Marktverzerrung", sagte er. Der Lufthansa wirft der Germania-Chef zudem vor, ihre Marktmacht auszunutzen: "Auf einigen innerdeutschen Strecken hat die Lufthansa nun ein Monopol und treibt die Ticketpreise in die Höhe", sagte Balke. Da werde die Schmerzgrenze eines jeden Passagiers ausgetestet.

Nach der Pleite von Air Berlin will Germania wieder den Standort Tegel stärken. "Zum nächsten Sommer stärken wir Tegel mit 13 Destinationen wie etwa Palma de Mallorca und bieten über 20 Destinationen aus Berlin einschließlich Schönefeld an." Auch aus Düsseldorf und Zürich will Germania jetzt mehr Flüge anbieten.

Zurück zur Rubrik Wirtschaft Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Wirtschaft Deutschland

apotheke_ABDA_09212017

Berlin | Das Bundeswirtschaftsministerium rechnet mit einem großen Apothekensterben. In einem aktuellen bisher unveröffentlichten Gutachten, heißt es, "dass bereits im Jahr 2015 7.600 Apotheken-Unternehmen wirtschaftlich gefährdet sind, davon 5.300 Apotheken in städtischen und großstädtischen Räumen", berichtet das Nachrichtenmagazin Focus. Das seien "insgesamt circa 47 Prozent aller Apotheken-Unternehmen, die in ihrem Brutto-Betriebsergebnis keinen angemessenen Unternehmerlohn im Vergleich zu einem Krankenhausapotheker realisieren".

Bonn | Im Fall des DHL-Erpressers, der in den vergangenen Wochen mindestens zwei Paketbomben in Brandenburg verschickt hat, prüfen Ermittler eine neue Spur. Der Paketdienstleister DHL wurde bereits Mitte September Opfer eines ähnlich gelagerten Erpressungsversuchs, berichtet der "Spiegel". Es werde derzeit geprüft, ob es sich um denselben Täter handle, bestätigte die Polizei Bonn dem Magazin.

Berlin | In der Berliner Flughafengesellschaft gibt es Überlegungen, den Hauptstadtflughafen BER im Jahr 2020 zur Not ohne Hauptterminal in Betrieb zu nehmen. Wie der "Spiegel" berichtet, könnte ein Terminal in "industrieller Fertigbauweise" teilweise dessen Funktion übernehmen. Das Gebäude mit dem Namen "T1-E" wurde bereits vom Aufsichtsrat beschlossen und soll 100 Millionen Euro kosten.

KARNEVAL NACHRICHTEN

Weihnachtsmärkte in Köln 2017

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS