Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

metall_pixabay_15012020

Gesamtmetall-Präsident kritisiert fehlende Wettbewerbsfähigkeit von deutschen Firmen

Berlin | Vor dem Autogipfel am Mittwoch im Bundeskanzleramt kritisiert der Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Rainer Dulger, fehlende Wettbewerbsfähigkeit für Unternehmen in Deutschland. "Der Standort Deutschland muss für jedes Unternehmen die beste Wahl bleiben. Nur dann entstehen hier neue Arbeitsplätze", sagte Dulger, der beim Treffen im Kanzleramt dabei sein wird, der "Welt" (Mittwochsausgabe).

Man habe aber "im internationalen Vergleich richtig an Boden verloren". Der Gesamtmetall-Präsident forderte Investitionen in die Infrastruktur. "Wenn wir unseren Windstrom von Nord- und Ostsee in Süddeutschland nutzen wollen, wo die verarbeitende Industrie sitzt, müssen wir Stromtrassen bauen - und zwar schnell", sagte er.

Man müsse zusehen, "dass die gesamte Dateninfrastruktur mit ausländischen Netzen überhaupt erst mal vergleichbar wird", so Dulger. In der Metall- und Elektroindustrie insgesamt sei Deutschland nach der Schweiz und Norwegen inzwischen der teuerste Standort weltweit. Von Januar bis Oktober 2019 seien die Lohnstückkosten um fast acht Prozent gestiegen, während die Produktion um vier Prozent gesunken sei.

Hinzu kämen "deutlich ungünstigere Bedingungen bei Steuern, Sozialabgaben und Flexibilität des Arbeitsmarkts". Konkret forderte der Gesamtmetall-Präsident eine Anpassung der Arbeitszeitregeln. "Anstelle einer werktäglichen sollte eine wöchentliche Höchstarbeitszeit von durchschnittlich 48 Stunden festgelegt werden", sagte er.

So laute die entsprechende EU-Richtlinie. "Und so funktioniert es in anderen Ländern problemlos", sagte Dulger. Die bisherige elfstündige Ruhezeit will er aufweichen: Acht Stunden am Stück sollen Pflicht bleiben, die anderen drei Stunden sollen über den Tag verteilt werden können. Die Gewerkschaft der Metall- und Elektroindustrie mahnte er zu Zurückhaltung. "Wenn es die IG Metall ernst meint mit der Sorge um die Arbeitsplätze in der Industrie, dann muss sich das in ihren Forderungen für diese Tarifrunde widerspiegeln", sagte der Gesamtmetall-Präsident mit Blick auf die ab März laufenden Verhandlungen. Die "fetten Jahre" seien vorbei. Man erwarte, dass die IG Metall "diese Realität anerkennt und sich zurückhält". Auch sie habe "eine Verantwortung für die Beschäftigungssicherung in unserer Industrie", so Dulger Kritisch sieht er eine mögliche Ausweitung der Wahloption zwischen Geld und zusätzlichen Urlaubstagen, die für einen Teil der Beschäftigten in der vergangenen Tarifrunde beschlossen wurde. "In vielen Unternehmen läuft es gerade schlecht, da müssen wir die Arbeitsbedingungen so anpassen, dass möglichst viele Menschen in Arbeit bleiben und die Unternehmen das auch überleben", sagte Dulger der "Welt". Das erreiche man nicht, "wenn alle in Urlaub gehen und weiter Geld beziehen. Das kann es nicht sein".

Zurück zur Rubrik Wirtschaft Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Wirtschaft Deutschland

Berlin | Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis schlägt Alarm. Viele Unternehmen, die in der Coronakrise am dringendsten Hilfe benötigten, könnten auf die Stützungsprogramme von Bund und Ländern nicht zugreifen, sagte Schleweis dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe). "Manchen Unternehmen wird man mit den bestehenden Förderprogrammen nicht helfen können."

Köln | Hamsterkäufer haben laut einer Studie der Universität Köln in der Corona-Krise Angst vor geschlossenen Supermärkten. Der am häufigsten genannte Grund in einer anonymen Umfrage sei aber generell "Sorge um die Verfügbarkeit" gewesen, heißt es in der Studie der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät. "Wenn die Menschen im Supermarkt nach den einprägsamen Bildern auf Social Media dann selbst vor leeren Regalen stehen, ist das aufgrund der Fläche, die Toilettenpapier einnimmt, besonders auffallend", sagte Professor André Marchand.

supermarkt_pixabay_3032020

Berlin | Die deutsche Ernährungsindustrie schließt steigende Lebensmittel-Preise aufgrund der Coronakrise nicht mehr aus. "Es gibt derzeit viele Faktoren in der Lieferkette, die den Preis beeinflussen. Neben den fehlenden Erntehelfern gibt es auch in der Ernährungsindustrie und im Handel Personal-Engpässe", sagte Stefanie Sabet, Geschäftsführerin der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagausgaben).

karnevals

Über 80 Karnevalsgesellschaften, Bands, Rednerinnen und Redner folgten der Einladung von report-K und plauderten am Roten Fass über die Session, das Motto, ihre Lieblingsveedel und mehr:

Der Kölner Karneval plaudert am Roten Fass von report-K.de, Kölns Internetzeitung über die Session 2020.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

Fleumes filettiert

fleumes_filettiert

In der Gastkolumne „Fleumes filettiert“ blickt Gisbert Fleumes bei report-K auf liebevoll charmante Art und mit spitzer Feder auf Köln, das Stadtleben am Nabel des Rheins und mehr ...

Folge Eins: Wir sind Weiberfastnacht breit

KARNEVAL NACHRICHTEN

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >