Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

Globale Steuerreform: Einstellige Zahl deutscher Konzerne betroffen

Berlin | Die geplante Einführung einer globalen Digitalsteuer wird nur wenige deutsche Unternehmen treffen. Dies geht aus einer Analyse des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) hervor, über die das "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe) berichtet.

"Es ist zu erwarten, dass die Zahl der Unternehmen im unteren einstelligen Bereich liegt", sagte BDI-Steuerexpertin Monika Wünnemann der Zeitung.
"Das ist gut so, denn der bürokratische Aufwand aufgrund der Auflagen ist enorm." Derzeit wird im Rahmen der OECD und der G20 über die Einführung einer globalen Mindeststeuer und einer weltweiten Digitalsteuer verhandelt. Unter die neue Digitalsteuer sollen nach derzeitigen Plänen nur Unternehmen fallen, die mindestens 20 Milliarden Euro Umsatz im Jahr machen und eine Profitabilität von mindestens zehn Prozent aufweisen.

Dieses Kriterium erfüllen in Deutschland nur sehr wenige Konzerne, zitiert das Blatt aus Wirtschaftskreisen. Anders sieht es beim zweiten Teil der geplanten Reform, der globalen Mindesteuer von 15 Prozent, aus. Diese soll auf Unternehmen mit einem Umsatz von über 750 Millionen Euro angewendet werden.

Laut Statistischem Bundesamt erfüllen dieses Kriterium in Deutschland 827 Unternehmen. Unklar ist jedoch, wie viele deutsche Unternehmen von der Möglichkeit Gebrauch machen, durch das Verschieben von Gewinnen in Niedrigsteuerländer ihre Steuerlast zu drücken.

Zurück zur Rubrik Wirtschaft Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Wirtschaft Deutschland

bitcoin_pixabay_14062021

Basel | Der Chef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), Agustin Carstens, warnt mit scharfen Worten vor der Spekulation mit Bitcoins und anderen Kryptowährungen. Er sei sich sicher: "Das ist eine Blase." Er sehe zwar die Stabilität des Finanzsystems nicht in Gefahr, weil Bitcoins bislang nicht in bedeutendem Umfang von Banken gehandelt werde, allerdings sei der Bitcoin "ein Umweltdesaster".

Essen | Der neue Eon-Chef Leonhard Birnbaum fordert staatliche Entlastungen für Grünstrom. "Wenn wir auf grünen Strom und grünes Gas umsteigen wollen, müssen wir diese Energieträger von Steuern und Abgaben entlasten, damit die Mehrkosten für den Verbraucher im Rahmen bleiben", sagte Birnbaum der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ/Montagsausgabe). Ansonsten sei mit steigenden Preisen zu rechnen, "wenn der Staat die neuen Energieträger und insbesondere Strom nicht entlastet".

photovoltaik_pixabay_13062021

Berlin | Das Handwerk hat der von der Bundesregierung diskutierten Solaranlagenpflicht eine Absage erteilt. "Ich halte nichts von derartigen Verpflichtungen, somit auch nichts von einer Solaranlagenpflicht. Wir müssen motivieren, nicht regulieren", sagte Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben).

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

KOMMUNALWAHL 2020

wahlbox

Report-K berichtet intensiv über die Kommunalwahl am 13. September 2020. Hier finden Sie alle Informationen rund um die Kommunalwahl, Interviews mit Kandidatinnen und Kandidaten. 2020 wählt Köln einen neuen Rat, 9 Bezirksvertretungen, den Integrationsrat und eine oder einen Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister. Hier finden Sie alle Infos zur Kommunalwahl 2020 in NRW >

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >