Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

handel_pixabay_03032021

Ein Regal in einem Supermarkt, Symbolbild.

Handel fordert Ende der "staatlichen Zwangsschließung" in Deutschland

Berlin | Der Einzelhandel fordert eine rasche Öffnung der wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Geschäfte ab dem 8. März. Eine erneute Verschiebung der Wiedereröffnung hätte "verheerende Folgen", heißt es in einem Brief des Präsidenten des Handelsverbands Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser, an Kanzleramtschef Helge Braun (CDU), über den das "Handelsblatt" berichtet. Dabei gebe es schlichtweg keinen Grund, weiter an der "staatlichen Zwangsschließung" des Handels festzuhalten.

"Wir möchten Sie daher eindringlich auffordern, die Wiedereröffnung des gesamten Einzelhandels auf der Basis der funktionierenden Hygienekonzepte zum 8. März zu ermöglichen. Der Handel wird seinerseits alles tun, um eine verantwortungsvolle Öffnung sicherzustellen." Das Schreiben ging auch an Bundesfinanzminister Olaf Scholz, Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (beide SPD) und den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU).

Anlass für den Brief ist ein vorläufiger Beschlussentwurf für die Bund-Länder-Runde zur Corona-Lage am Mittwochnachmittag. Demnach könnte der Einzelhandel bei einer stabilen Inzidenz von unter 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner mit einer Begrenzung der Kundenzahl wieder öffnen. Ab einem Inzidenzwert, der noch festgelegt werden muss, könnte zumindest Einkaufen nach Terminbuchung ("Click & Meet") und mit Kontaktnachverfolgung erlaubt sein.

Es sei "völlig unverständlich", dass nach wie vor der Inzidenzwert als alleiniges Kriterium für weitere Öffnungsschritte zugrunde gelegt werde, kritisiert der HDE-Präsident. "Dies widerspricht nicht nur dem wissenschaftlichen Konsens, sondern wird auch den funktionierenden Hygienekonzepten im Einzelhandel nicht gerecht." Es sei zudem "enttäuschend", dass die ursprünglich für den 10. Februar und dann für den 3. März fest zugesagte Öffnungsstrategie immer noch nicht vorliege.

Und dies, obwohl die Wirtschaft gemeinsam mit dem Bundeswirtschaftsminister und Wirtschaftsministern der Länder dafür klare Vorschläge gemacht habe. Die "Click & Meet"-Angebote seien keine Öffnungsstrategie, so Sanktjohanser. "Die Personal- und Betriebskosten für diese Angebote sind für die allermeisten Geschäfte höher als die Umsätze."

Zurück zur Rubrik Wirtschaft Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Wirtschaft Deutschland

Berlin | Eine weitere Studie zeigt scheinbar unaufhörlich steigende Immobilienpreise. Die Preise für Eigentumswohnungen stiegen im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 3,9 Prozent, teilte das Analysehaus Empirica am Mittwoch mit. Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich um 3,1 Prozent.

Berlin | Selbständige Frauen trifft die Corona-Pandemie besonders hart. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), über die die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwochausgabe) vorab berichtet. Sie haben demnach häufiger als männliche Selbständige mit krisenbedingten Einkommensverlusten zu kämpfen und leiden in der Folge auch häufiger unter Depressionen und Angstzuständen.

klingelschild_17052016

Berlin | Die Zahl der zum Verkauf angebotenen Immobilien in Deutschland ist 2020 zurückgegangen. Das berichtet der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe unter Berufung auf eine Auswertung des Portals Homeday. Demnach standen nur noch 508.673 Wohnungen und Häuser zum Verkauf, über 73.000 weniger als im Jahr zuvor.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

KOMMUNALWAHL 2020

wahlbox

Report-K berichtet intensiv über die Kommunalwahl am 13. September 2020. Hier finden Sie alle Informationen rund um die Kommunalwahl, Interviews mit Kandidatinnen und Kandidaten. 2020 wählt Köln einen neuen Rat, 9 Bezirksvertretungen, den Integrationsrat und eine oder einen Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister. Hier finden Sie alle Infos zur Kommunalwahl 2020 in NRW >

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >