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Angesichts der hohen Benzinpreise halten Ökonomen in Deutschland einen Konjunktureinbruch für möglich.

Hohe Benzinpreise: Ökonomen warnen vor Konjunktureinbruch

Berlin | Ökonomen in Deutschland halten angesichts der hohen Benzinpreise einen Konjunktureinbruch für möglich und fordern von der Politik Gegenmaßnahmen. "Ein hoher Ölpreis ist in der Tat Gift für die gesamte Volkswirtschaft", sagte die Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Claudia Kemfert, "Handelsblatt-Online".

"Die erhöhten Kosten für die deutsche Wirtschaft durch die Ölverteuerung gehen schnell in einen zweistelligen Milliardenbetrag, Geld das besser für die finanzielle Unterstützung von alternativen Kraftstoffen eingesetzt werden sollte."
Ob die konjunkturelle Entwicklung abgewürgt wird, hängt nach Kemferts Einschätzung allerdings davon ab, wie stark der Ölpreis noch steigen und wie lange er hoch bleiben werde. Der vergleichsweise schwache Euro dämpfe derzeit die noch starken Steigerungen. Ähnlich äußerte sich Thorsten Polleit, Chefvolkswirt der britischen Investmentbank Barclays Capital in Deutschland.
"Die steigenden Energiepreise bergen in der Tat ein ganz erhebliches konjunkturelles Abschwungpotenzial für den Euroraum", sagte Polleit. Verschärft wird die Situation seiner Einschätzung nach zusätzlich durch die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die ohnehin bereits inflationär ausgerichtete EZB-Geldpolitik begünstige den Preisauftrieb durch steigende Öl- und Benzinpreise und führe letztlich zu noch höheren Inflationsraten, mit der Folge, dass die Kaufkraft nachlasse und die gesamtwirtschaftlichen Ausgaben abgebremst würden.
"Dies dürfte für die Euroraum-Konjunktur umso gefährlicher sein, weil sich die Anzeichen für eine Kreditklemme mehren", sagte Polleit. Der Barclays-Chefökonom wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Wachstum der Bankenkredite im Euroraum bereits abnehme, in inflationsbereinigter Berechnung sogar schrumpfe. "Das spricht dafür, dass der Abwärtsdruck auf die Konjunktur bei weiter steigenden Energiepreisen ganz erheblich ausfallen wird", warnte Polleit.
Wie Kemfert hält auch er ein Eingreifen der Politik für nötig. "Das Herabsetzen der Steuerbelastung für Energie wäre die geeignete Maßnahme, um den Abwärtsdruck auf die Konjunktur zu vermindern", sagte er. "Sie zielt auch ordnungspolitisch in die richtige Richtung: die Steuer- und Abgabenlast für Bürger und Unternehmer zu senken." DIW-Ökonomin Kemfert hält dagegen von steuerlichen Maßnahmen genauso wenig wie von Überlegungen, die Autofahrer über eine höhere Pendlerpauschale von den Rekord-Benzinpreisen zu entlasten. Eine solche Erhöhung würde Besserverdiener "unverhältnismäßig" begünstigen, warnte sie, da der Anteil der Geringverdiener, die mehr als 50 Kilometer pro Tag fahren, unter zwei Prozent aller Pendler liege.

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