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Ifo sieht keine beschleunigte Geldentwertung

München | Der Chef des Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo), Clemens Fuest, sieht mit Blick auf die derzeit hohe Inflationsrate keinen Grund zur Sorge.

Nach der sehr niedrigen Inflationsrate im vergangenen Jahr, gebe es nun so etwas wie eine "Normalisierung", sagte er im RTL/n-tv-"Frühstart". Und weiter: "Wir erwarten beim ifo, dass wir jetzt ein paar Monate noch erhöhte Inflationsraten haben, aber dass sich das dann wieder normalisiert."

Im letzten Jahr seien die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise zwar schlimm gewesen, so Fuest, jedoch sei das Geld nicht entwertet worden: "Das holen wir jetzt wieder nach. Es ist nicht schön, dass wir diese Geldentwertung haben, aber es ist keine außergewöhnliche Situation und auch keine beschleunigte Geldentwertung, dass man sich jetzt wirklich Sorgen machen muss." Mit Blick auf die aktuelle Corona-Lage und eine mögliche vierte Welle im Herbst, sagte der Ökonom, dass dies schon ein "Störfaktor" für die Wirtschaft sei.

Weiter: "Wir sehen das auch bei den Unternehmensbefragungen des Ifo-Instituts. Im Bereich der Gastronomie und Reise, da sagen die Unternehmen, dass sie für die nächsten sechs Monate Probleme erwarten." Allerdings werde diese Welle anders verlaufen, da viele Menschen bereits geimpft sind: "Ein kleiner konjunkturdämpfender Effekt ist durchaus zu erwarten, aber kein so harter Absturz wie in den vergangenen Wellen", sagte Fuest.

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