Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

flug_12082018-50

Neuer Airbus-Chef: "Ziel ist das emissionsfreie Fliegen"

Toulouse | Der neue Airbus-Vorstandsvorsitzende, der Franzose Guillaume Faury, macht seinem Unternehmen die Vorgabe, in Zukunft das Fliegen ohne Schadstoffe zu ermöglichen. "Unser Ziel ist das vollkommen emissionsfreie Fliegen", sagte der 51 Jahre alte Manager der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagsausgabe). "Wir arbeiten an Technologien, die den Spritverbrauch und die Emissionen unserer Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge im kommenden Jahrzehnt deutlich senken sollen."

Die kleineren vollelektrischen Versuchsmodelle namens City-Airbus und Vahana seien nur ein erster Schritt. "Wenn sie einsatzfähig sind, werden wir die Maschinen schrittweise vergrößern. Da werden noch einige Jahre vergehen, nicht aber Jahrzehnte. Ende des kommenden Jahrzehnts oder Anfang des darauffolgenden Jahrzehnts ist der Start eines kommerziellen Betriebs denkbar", sagte Faury. Der Franzose ist an der Airbus-Spitze Nachfolger des Deutschen Tom Enders. Der Klimaschutz ist eines seiner wichtigsten Anliegen, sagte er.

Was die Regulierung angeht, würden dafür globale Abkommen gebraucht - "keine regionalen oder lokale Insellösungen, die kontraproduktiv sind". Die Besteuerung von Flugbenzin lehnt er ab. Stattdessen seien Vereinbarungen auf Ebene der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO mit Sitz in Montreal sinnvoll.

Auf ICAO-Ebene wurde im Rahmen des Abkommens Corsia vereinbart, dass sich das Emissionsvolumen (abgesehen von einigen Ausnahmen) von 2020 an stabilisieren soll; von 2035 an soll es zurückgehen und bis 2050 soll es sich halbieren. Die Corsia-Vereinbarung ist auf der ICAO-Vollversammlung vor drei Jahren gestartet worden. 79 Staaten haben die Teilnahme an einer freiwilligen Pilotphase ab 2021 unterzeichnet. "Wir brauchen noch die Unterstützung der Vereinigten Staaten, Chinas und anderer. Doch der internationale Konsens ist auf gutem Wege", sagte Faury. Darüber hinaus rief er dazu, das Luftverkehrs-Management zu modernisieren, womit 10 bis 15 Prozent des Treibstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen eingespart werden können. Zusätzlich sollten Bio-Treibstoffe eingesetzt werden. Für schadstofffreie Flugzeuge reichen die heutigen Batterien indes nicht aus, weil sie nicht stark genug seien. "Daher müssen wir an Wasserstoff, Bio- und synthetische Treibstoffe, auch so genannte "Power to Liquids" denken", sagte der neue Airbus-Chef.

Zurück zur Rubrik Wirtschaft Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Wirtschaft Deutschland

Arbeitgeber drohen der IG Metall

Berlin | In der Metall- und Elektroindustrie zeichnet sich ein Grundsatzkonflikt zwischen den Arbeitgebern und der IG Metall ab. Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Rainer Dulger, drohte der Gewerkschaft mit einem Ende des Flächentarifvertrags, der seit Jahrzehnten die Arbeitsbedingungen von 1,9 Millionen Beschäftigten regelt. "Wenn alle Unternehmen die Tarifbindung verlassen, kann die Gewerkschaft zusehen, wie sie sich im Häuserkampf durchschlägt", sagte Dulger der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagausgabe).

e_autos_pixabay_01072019

Stuttgart | Der Bundesverband deutscher Fahrschulen (BDFU) wirft TÜV und Dekra vor, die Einführung von Elektroautos an Fahrschulen systematisch zu behindern. Dies hemme die Verbreitung von E-Autos. "Der Fahrschulbetrieb auf E-Autos wird heute durch die deutsche Bürokratie systematisch gebremst, unter reger Mitwirkung von TÜVs und Dekra", sagte der BDFU-Vorsitzende Rainer Zeltwanger der "Süddeutschen Zeitung" (Montagsausgabe).

lh2322010

Frankfurt/Main | Die Fluggesellschaften Lufthansa und British Airways streichen vorerst ihre Flüge nach Kairo. Die Lufthansa sprach am Samstagabend von "Sicherheitsgründen", nannte aber keine weiteren Details. British Airways hatte schon Stunden zuvor alle Flüge in die ägyptische Hauptstadt für vorerst sieben Tage abgesagt.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >