Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

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Porsche will keine Diesel mehr verkaufen

Stuttgart | Der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche steigt als erster deutscher Autokonzern aus dem Diesel aus. "Von Porsche wird es künftig keinen Diesel mehr geben", sagte Porsche-Vorstandschef Oliver Blume der "Bild am Sonntag". Porsche wolle sich künftig auf das konzentrieren, was es besonders gut könne. Im Kanzleramt trafen sich die Chefs großer Autokonzerne mit Bundekanzlerin Angela Merkel und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer.

"Das sind emotionale, leistungsstarke Benziner, Hybride und ab 2019 werden es auch reine Elektrofahrzeuge sein." Der Rückzug ist eine Reaktion auf die Dieselkrise. Blume zu "Wir haben nie selbst Dieselmotoren entwickelt und produziert. Dennoch hat das Image von Porsche gelitten. Die Dieselkrise hat uns viel Ärger bereitet." Als weiteren Grund für den Ausstieg nennt Blume die Schärfung des sportlichen Markenkerns.

"Für uns ist schon wichtig, dass sich Motoren sportlich fahren lassen", so Blume. "Einen Benziner kann man da ganz anders auslegen. Porsche wird in Zukunft noch mehr Porsche sein als in der Vergangenheit. Stark auf Leistung und Effizienz getrimmt. Der Diesel zielt auf andere Fahreigenschaften ab." Seine bisherigen Diesel-Kunden will Porsche weiter betreuen. "Halter von Porsche-Diesel-Fahrzeugen müssen sich um den Service keine Sorgen machen", so Blume. Porsche hat fast zehn Jahre Diesel-Fahrzeuge angeboten.

Grünen-Fraktionschef fordert "echtes Nachrüstprogramm"

Vor dem Diesel-Gipfel an diesem Sonntag im Kanzleramt fordert Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter eine umfassende Nachrüstung von Dieselfahrzeugen auf Kosten der Autohersteller. "Wir brauchen ein echtes Nachrüstprogramm für dreckige Diesel", sagte Hofreiter den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben). Das seien Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) den Menschen in den Städten und den betrogenen Autobesitzern schuldig. "Bezahlen muss, wer manipuliert hat", betonte Hofreiter. "Mit Mogelpackungen kommt der Verkehrsminister nicht mehr durch."

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München | Am letzten Tag der Fußballbundesliga-Saison ist auch das Ringen der beiden bayerischen Autobauer BMW und Audi um das millionenteure Sponsoring beim FC Bayern offenbar entschieden. Laut eines Berichts der "Welt" sind die Gespräche zwischen dem FC Bayern und BMW über einen Einstieg und ein langfristiges Sponsoring gescheitert. BMW hatte versucht, Audi vorzeitig als Großsponsor abzulösen.

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Berlin | Rubin Ritter, Chef des Mode-Versenders Zalando, hat das neue Modell des Unternehmens zur Vorstandsvergütung gegen Kritik verteidigt. Es sieht eine extrem erfolgsabhängige Spreizung der Bezahlung des dreiköpfigen Führungsteams auf der Basis von Aktienoptionen vor. Je nach Lage könne die Vergütung zwischen 65.000 Euro Grundgehalt jährlich und angeblich bis zu 170 Millionen Euro pro Person in den nächsten fünf Jahren schwanken, schreibt die "Welt am Sonntag".

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