Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

5g_pixabay_12062019

Provider zahlen fast 6,6 Milliarden Euro für 5G-Frequenzen

Bonn | Die Versteigerung der sogenannten 5G-Frequenzen ist am Mittwoch nach 52 Tagen zu Ende gegangen. Das teilte die Bundesnetzagentur am Abend mit. Mit 2,2 Milliarden Euro investiert die Deutsche Telekom am meisten in die begehrten Lizenzen.

Vodafone kaufte für 1,9 Milliarden Euro ein, Telefónica für 1,4 Milliarden Euro und der Newcomer Drillisch bot immerhin für 1,1 Milliarden Euro mit. "Ich freue mich, dass vier Unternehmen Frequenzen ersteigert haben und beim 5G-Netzausbau in Wettbewerb treten", kommentierte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur das Ergebnis. Insgesamt geben die Mobilfunkbetreiber 6.549.651.000 Euro aus.

Die Frequenzen sind mit Auflagen verbunden, um den Netzausbau in Deutschland voranzutreiben. Neben einer besseren Versorgung mit mobilem Breitband soll der neue Mobilfunkstandard 5G die Entwicklung innovativer Anwendungen sowie die Optimierung von Produktionsprozessen in der Industrie fördern, so die Bundesnetzagentur. Die Provider hatten viele der Vorgaben und auch den ganzen Auktionsablauf kritisiert, aber letztlich trotzdem mitgeboten. "Es liegt nun in der Hand der Unternehmen die Frequenzen zügig zu nutzen und die damit verknüpften Versorgungsauflagen zu erfüllen", sagte Homann weiter.

Vodafone will 5G-Auktionserlös indirekt zurückhaben

Nach dem Ende der Versteigerung der 5G-Lizenzen fordert Hannes Amtesreiter, Deutschland-Chef des Mobilfunkriesen Vodafone, den Bund auf die 6,6 Milliarden Einnahmen in den Ausbau des Mobilfunknetzes zu stecken. "Deutschland braucht endlich eine schlüssige Antwort, wie die Digitalisierung vorankommen soll. Wir schlagen deshalb vor, dass der Bund die Einnahmen aus der Auktion in Form einer Förderung an die Unternehmen zurückgibt, um damit ein besseres Mobilfunknetz zu bauen", sagte Ametsreiter der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Donnerstagsausgabe).

"Die Erlöse aus der Auktion haben den Gegenwert von bis zu zusätzlichen 50.000 Mobilfunkmasten. Sie könnten dazu beitragen, dass es in Deutschland keine Funklöcher mehr gibt." Ametsreiter zeigte sich erleichtert, dass die 5G-Auktion nach mehr als drei Monaten endlich vorbei ist.

"Ich bin aber sehr unglücklich mit der Dauer des Verfahrens und dem hohen Preis, den wir als Bieter bezahlen müssen. Digital-Deutschland verliert wertvolle Zeit. In Europa werden wir nicht zu den ersten gehören, die mit 5G starten", sagte der Vodafone-Deutschlandchef der Zeitung.

"Und die 6,6 Milliarden Euro, die die Telekommunikationsunternehmen jetzt nur für die Lizenzen zahlen müssen, werden bei den dringend nötigen Investitionen in das deutsche Mobilfunknetz fehlen. Insofern ist das Ergebnis katastrophal."

Zurück zur Rubrik Wirtschaft Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Wirtschaft Deutschland

schuhschachtel_pixabay_25082019

Berlin | Großstadtbewohner in Deutschland leben auf immer weniger Quadratmetern. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Berufung auf eine noch unveröffentlichte Studie. Demnach ist die bewohnte Fläche von Mietern in Städten mit über 500.000 Einwohnern gesunken: seit 2009 von 54 auf 51 Quadratmeter je Kopf.

vw_22092015b

Wolfsburg | In der Frage nach Schadensersatzansprüchen im Zuge des Dieselskandals hat Volkswagen ein von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erstelltes Gutachten in mehrere Zivilprozesse eingebracht, unter anderem in die Musterfeststellungsklage. Das berichtet die "Bild-Zeitung", auch der Fernsehsender n-tv hat das Gutachten nach eigenen Angaben vorliegen. Das Papier beschäftigt sich nicht nur mit VW-Modellen, sondern konzernübergreifend mit dem gesamten Diesel-Gebrauchtwagenmarkt.

flug_12082018-33

Berlin | Trotz Klimadebatte verzeichnen die deutschen Flughäfen einen neuen Passagierrekord. Die Zahl der Reisenden sei von Januar bis Juli um 3,6 Prozent auf rund 142 Millionen gestiegen, berichtet das Nachrichtenmagazin Focus unter Berufung auf den Flughafenverband ADV.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >