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Ein Wasserstoffzug

RWE sieht im Geschäft mit Wasserstoff große Chancen

Essen | Stromproduzent RWE will beim Zukunftsthema Wasserstoff eine große Rolle spielen. "Das Potenzial für Wasserstoff ist riesig – und RWE rechnet sich in dem Geschäft große Chancen aus", sagte Konzernchef Rolf Martin Schmitz dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe). "Für uns ist Wasserstoff ein großes Thema."

Der Konzern will sich nach Schmitz` Worten sowohl bei der Produktion als auch beim Handel von Wasserstoff engagieren. Wasserstoff gilt als großer Hoffnungsträger, um die Energiewende weiter voran zu treiben. Vor allem die Industrie benötigt Wasserstoff, um fossile Brennstoffe zu ersetzen und den CO2-Ausstoß zu senken.

Die Bundesregierung hatte jüngst mit der Nationalen Wasserstoffstrategie ein Förderprogramm auf den Weg gebracht. "RWE ist für das Geschäft sehr gut positioniert", sagte Schmitz: "Wir haben viel Knowhow im Konzern, das uns einen Vorteil beim Geschäft mit Wasserstoff verschafft." RWE habe erneuerbare Energien, um Wasserstoff zu produzieren, und das nötige technische Knowhow.

Die Gasspeicher des Konzerns wären in der Lage, Wasserstoff zu speichern. Schmitz sieht aber auch einen hohen Bedarf für Importe, weil Deutschland selbst nicht genügend grünen Wasserstoff produzieren könne. "Unsere Tradingabteilung kann weltweit Wasserstoff einkaufen und damit handeln", sagte er.

Der Stromproduzent verfolgt schon seit Längerem Wasserstoffprojekte. Im niedersächsischen Lingen ist unter anderem eine 100 Megawatt starke Anlage zur Produktion von Wasserstoff geplant. RWE will nach Schmitz` Worten das Thema Wasserstoff grundsätzlich marktnah in den Bereichen erneuerbare Energien, Handel und Erzeugung vorantreiben: "Wir werden aber auch eine kleine Einheit aufbauen, die die Fäden in der Hand hat."

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