Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

Russische Firma verklagt RWE auf mehr als eine halbe Milliarde Euro

Düsseldorf | Der russische Energiekonzern Sintez hat den Versorger RWE und dessen Chef Jürgen Großmann auf 675 Millionen Euro Schadenersatz verklagt. Dem Landgericht Essen liegt eine Klage der Sintez-Tochter Rustenburg Co. Limited gegen RWE mit einem Streitwert von 675 Millionen Euro vor. Die Klage sei bereits im Winter eingegangen, derzeit laufe die Frist für RWE zur Erwiderung, sagte ein Gerichtssprecher am Freitag in Essen. Nach Medienberichten geht die Klage auf ein gescheitertes Joint Venture von RWE und Sintez zurück.

Die Klage der im Besitz des Oligarchen Leonid Lebedew befindlichen Sintez-Gruppe richte sich gesamtschuldnerisch sowohl gegen den RWE-Konzern als auch gegen dessen Vorstandschef Jürgen Großmann, berichtet das "Manager Magazin" (Online-Ausgabe). RWE und Sintez hätten im März 2008 ein Gemeinschaftsunternehmen gebildet, um einen zur Privatisierung anstehenden russischen Stromversorger zu erwerben. Sintez habe den Zuschlag erhalten, sich anschließend aber mit RWE aber nicht über den Preis des Einstiegs einigen können.

RWE habe die Verhandlungen schließlich abgebrochen. Der Versuch, den Konzern durch eine Klage vor einem Londoner Schiedsgericht zurück an den Verhandlungstisch zu zwingen, sei gescheitert, berichtete das "Manager Magagzin" weiter. Jetzt versuche Lebedew einen neuen Anlauf. Seine Anwälte wollten vor Gericht in Essen beweisen, dass RWE und Großmann den Partner im monatelangen Verhandlungsmarathon mehrfach hintergangen und schließlich im Stich gelassen hätten und forderten deshalb Schadensersatz.

Die "Wirtschaftswoche" berichtete zudem, Sintez-Eigner Lebedev solle seinerzeit bei Banken einen Milliardenkredit aufgenommen haben, um RWE bei einem Eintritt in den russischen Strommarkt behilflich zu sein. Lebedev berufe sich auf Vorverträge und persönliche Zusagen von RWE-Chef Großmann. Dieser habe bei Beginn der Wirtschaftskrise im Herbst 2008 einen überraschenden Rückzieher gemacht und das geplante Geschäft zum Schaden der Russen abgesagt. RWE-Finanzchef Rolf Pohlig ließ der "Wirtschaftswoche" mitteilen, man gebe keine Kommentare zu Rechtsstreitigkeiten ab.

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