Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

Schlichtung vereinbart: Vorerst keine weiteren Streiks bei Lufthansa

Frankfurt/Main | Die Flugbegleitergewerkschaft UFO und die Deutsche Lufthansa haben sich auf eine Schlichtung geeinigt. Für die Dauer der Schlichtung gelte "eine absolute Friedenspflicht bei Lufthansa. Streiks sind damit bis auf Weiteres ausgeschlossen", teilte die Fluggesellschaft am Dienstagnachmittag mit.

Mit dem Eintritt in die Schlichtung habe die Lufthansa "das Statusverfahren zurückgenommen" und kehre "mit UFO als Gewerkschaft an den Verhandlungstisch zurück. Ab sofort verhandelt der Arbeitgeberverband Luftverkehr (AGVL) zudem wieder mit UFO für alle Flugbetriebe der Lufthansa Group, bei denen es offene Tarifthemen gibt", hieß es. In den kommenden Wochen und Monaten werde man mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO "gemeinsam" im Interesse der Mitarbeiter "sowie der Fluggäste mit neutralen Schlichtern Lösungen für die offenen Tarifthemen und drängenden Fragen der Lufthansa Kabine erarbeiten. Unter anderem werden die von UFO zuletzt genannten Forderungen, wie zum Beispiel höhere Spesen und Purser-Zulagen, Gegenstand der Schlichtung sein. Bereits im Vorfeld konnten verschiedene Regelungen getroffen werden", so das Unternehmen weiter. Zudem sei es gelungen, "dass UFO eine vorab zwischen Lufthansa und Verdi verhandelte Tarifregelung übernommen hat".

Das Schlichtungsverfahren werde "nun vorbereitet und jede Partei wird ihren Schlichter benennen". Außerdem hätten sich Lufthansa und UFO entschieden, "parallel ein Moderationsverfahren durchzuführen, in dem weitere Themen erörtert werden. Es wurde vereinbart, dass die Gewerkschaft Verdi sich in den Schlichtungs- und Moderationsprozess einbringen kann", hieß es.

"Die vertraulichen Gespräche mit UFO haben gezeigt, dass wir gemeinsam zu einer Lösung kommen können", sagte Bettina Volkens, Vorstand Personal und Recht Deutsche Lufthansa AG. Die Schlichtung sei "der richtige Weg, um die drängenden Anliegen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kabine nun mit allen Beteiligten anzugehen und auch Vertrauen wiederherzustellen. Dass es nun keine weiteren Streiks bei Lufthansa geben wird, ist eine gute Nachricht für unsere Gäste", so Volkens weiter. "Natürlich haben wir nicht nur rein tarifvertragliche Probleme, auch andere Punkte sind dringend zu klären. Dazu wird es einen parallelen, moderierten Verhandlungsprozess geben, in dem beide Seiten einvernehmlich weitere problematische Themen klären können. Dies ist uns besonders wichtig, da unsere Kollegen auch Probleme bei Themen haben, die ein Schlichter nicht einseitig entscheiden kann. Das sind Sachen, wie das viel diskutierte Kostenmonitoring, der noch nicht gegründete Mitarbeiterfonds und viele weitere Punkte", sagte die UFO-Vorsitzende Sylvia De la Cruz. Weitere Informationen sollen am Donnerstag um 14 Uhr im Lufthansa Aviation Center in einem gemeinsamen Pressestatement bekanntgegeben werden, teilte die Fluggesellschaft weiter mit.

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