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Schufa-Report: Mehr Kreditanträge in Corona-Zeiten

Berlin | In der Coronakrise haben Soloselbständige und Kleinstunternehmen deutlich mehr Kredite beantragt als im Vorjahr. Das geht aus dem Schufa "Kredit-Kompass" 2020 hervor, über den das ARD-Magazin "Kontraste" vorab berichtet. So haben Solo-Selbständige und Kleinstunternehmer im März 40 Prozent mehr Kreditanfragen gestellt als im Vorjahresmonat.

Auch die Folgemonate blieben überdurchschnittlich. Besonders drastisch der Anstieg im Gastgewerbe und in der Reisebranche: Hier wurden im Frühjahr zeitweise 120 Prozent mehr Kredite beantragt als im Vorjahresdurchschnitt. Die Kreditraten werden trotz Krise zuverlässig bedient.

Im Auftrag der Schufa wurden außerdem rund 700 Soloselbständige und 400 Kleinstunternehmer mit bis zu fünf Mitarbeitern zu den staatlichen Corona-Hilfen befragt. Jeder zweite Unternehmer gab an, sie genutzt zu haben. Bei den Soloselbständigen war es nur jeder dritte - für sie waren die Bewilligungshürden aber auch höher.

Dem Schufa-Report zufolge haben die Finanzhilfen, aber auch andere Maßnahmen, wie das Aussetzen der Insolvenzantragspflicht, geholfen, eine Insolvenzwelle bisher zu verhindern. Man dürfe aber bezweifeln, so heißt es, dass all jene Unternehmen, die dank der Sonderregelungen noch keinen Insolvenzantrag stellen mussten, in den nächsten Monaten wieder in stabilere Fahrwasser gelangen können.

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