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Studie: Hamsterkäufer haben Angst vor geschlossenen Supermärkten

Köln | Hamsterkäufer haben laut einer Studie der Universität Köln in der Corona-Krise Angst vor geschlossenen Supermärkten. Der am häufigsten genannte Grund in einer anonymen Umfrage sei aber generell "Sorge um die Verfügbarkeit" gewesen, heißt es in der Studie der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät. "Wenn die Menschen im Supermarkt nach den einprägsamen Bildern auf Social Media dann selbst vor leeren Regalen stehen, ist das aufgrund der Fläche, die Toilettenpapier einnimmt, besonders auffallend", sagte Professor André Marchand.

Auch die generelle Machtlosigkeit in der derzeitigen Situation sei ein oft genannter Grund. Weitere, von "Hamsternden" genannte Gründe, sind die lange Haltbarkeit von Toilettenpapier, zusätzliche Käufe für Verwandte und Freunde sowie das Bedürfnis nach mehr Sicherheit und Kontrolle. Mehr als die Hälfte der befragten Hamsterkäufer gab auch an, andere Produkte wie Nudeln, Konserven und Hygieneartikel mehr als üblich gekauft zu haben.

Bei den Ausgaben für digitale Dienstleistungen konnten die Forscher allerdings keine signifikanten Unterschiede im Kaufverhalten feststellen. Für die Erhebung waren 250 Personen am 23. März anonym und online befragt worden. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes stiegen die Verkaufszahlen für ausgewählte Produkte in der Woche vom 16. bis 22. März 2020, wie schon in den drei Wochen zuvor, auf ein extrem hohes Niveau.

Beispielsweise war die Nachfrage nach Seife mehr als vier Mal so hoch wie in den sechs Monaten zuvor (+337 Prozent), während die Nachfrage nach Toilettenpapier mehr als drei Mal so hoch lag (+211 Prozent).

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