Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

Studie prognostiziert 470.000 Jobs durch synthetische Brennstoffe

Berlin | Die globale Nutzung synthetischer Brennstoffe könnte in Deutschland einen Nachfrageschub im Anlagenbau auslösen und bis 2050 bis zu 470.000 Jobs schaffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie von Frontier Economics und dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW), über die das "Handelsblatt" (Dienstagausgabe) berichtet. Die Autoren gehen dabei davon aus, dass die weltweite Nachfrage nach synthetischen Brennstoffen bis 2050 eine Größenordnung von 20.000 Terrawattstunden annehmen könnte.

Diese entspricht der Studie zufolge in etwa der Hälfte der heutigen Nachfrage nach Rohöl oder dem Achtfachen der heutigen Endenergienachfrage in Deutschland. Synthetische Brennstoffe, auch E-Fuels oder Power Fuels genannt, sind gasförmige oder flüssige Kraftstoffe (Wasserstoff, Methan, synthetische Otto- und Dieselkraftstoffe inklusive Kerosin), die auf der Basis von Strom mittels Elektrolyse hergestellt werden. Wenn der Strom, der für die Elektrolyse benötigt wird, aus erneuerbaren Quellen stammt, sind synthetische Kraftstoffe klimaneutral.

Sie spielen daher eine wichtige Rolle bei der Reduktion von CO2-Emissionen. Der Studie zufolge ergeben sich die Beschäftigungseffekte in erster Linie im Anlagenbau. In der Studie heißt es, Deutschland sei heute mit einem Weltmarktanteil von 19 Prozent weltweit größter Exporteur von Anlagen zur Elektrolyse, die den Kern der E-Fuel-Produktionsanlagen bildeten.

Auch bei weiteren Komponenten, etwa Methanisierungsanlagen, hätten deutsche Hersteller eine starke Position. Darauf aufbauend würden sich bei einer weltweit steigenden Nachfrage nach Anlagen zur Produktion synthetischer Brennstoffe zusätzliche Wertschöpfungseffekte für die deutsche Exportwirtschaft von 36,4 Milliarden Euro jährlich ergeben. Dies entspräche einer Erhöhung des erwarteten Bruttoinlandsproduktes von rund 1,1 Prozentpunkten, heißt es in der Studie weiter.

"Sämtliche alternativen Kraftstoffe sollten von der Politik als Lösungsbeitrag für mehr Klimaschutz anerkannt werden", sagte Adrian Willig, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO). Das IWO hat die Studie gemeinsam mit dem Verband Mittelständische Energiewirtschaft (MEW) und dem Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen UNITI in Auftrag gegeben. Flüssige Energieträger seien "auch zukünftig unverzichtbar", sagte Willig.

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