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Stuttgarts Oberbürgermeister mahnt Nachrüstung von Diesel-Autos an

Stuttgart | Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn mahnt vor dem Autogipfel in Stuttgart die Autoindustrie zur Nachrüstung bei älteren Dieselfahrzeugen: "Es darf nicht nur ein bisschen Nachrüstung sein. Sie muss im Ergebnis mindestens so viel bringen wie Fahrverbote, und das muss belegt werden", sagte der erste grüne Oberbürgermeister des Stadt dem "Handelsblatt". Nur dann könne auf die Fahrverbote verzichtet werden.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann trifft sich am Freitag mit den Autobossen in Stuttgart, um über die Zukunft der Industrie zu diskutieren. In Baden-Württemberg hängen rund 230.000 Arbeitsplätze direkt von der Autoindustrie ab. Der Entwurf der Landesregierung in Baden Württemberg zum Luftreinhalteplan sieht bei Feinstaubalarm begrenzte Fahrverbote für Diesel vor, die nicht die Abgasnorm Euro 6 erfüllen.

Es geht um die Umrüstung von bundesweit fast sechs Millionen Diesel, die meist nur auf dem Papier der Abgasnorm Euro 5 entsprechen. "Wer für ein Problem verantwortlich ist, der muss es auch lösen. Der Ball liegt jetzt eindeutig bei der Automobilindustrie", betonte Kuhn.

Für die Autoindustrie steht in Stuttgart viel auf dem Spiel, schreibt das "Handelsblatt": Was hier beschlossen wird, kann zur Messlatte für ganz Deutschland werden. Denn in mindestens zwei Dutzend weiteren Städten drohen Fahrverbote. "Der Ansatz des Ministerpräsidenten und von mir ist, dass Stuttgart ein Hotspot nachhaltiger Mobilität wird", betonte Kuhn.

Er kritisierte die Lobbyarbeit von VDA-Präsident Matthias Wissmann als gescheitert. "Statt bei der Elektromobilität voranzugehen und das Thema Stickstoffdioxide offensiv anzugehen, hat er in Berlin und Brüssel das Problem weggedrückt." Zeit, die der Industrie jetzt fehle.

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Berlin | Nach den Diesel-Autos hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) auch Benzinern wegen der Feinstaub- und Stickoxid-Emissionen den Kampf angesagt. "Es ist völlig absurd, dass die Autoindustrie erreicht hatte, dass Benzin-Direkteinspritzer bis 2017 zehnmal mehr Partikel ausstoßen dürfen als Diesel", sagte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montagsausgabe). Autohersteller wie Daimler hätten schon vor Jahren den Partikelfilter für Benzinmotoren versprochen.

Essen | Die deutschen Lebensmittelhändler liefern sich eine beispiellose Werbeschlacht. Am meisten Reklamegeld gibt laut einer externen Einschätzung Lidl aus. Nach einer Analyse der Media- und Marketingberatung Ebiquity, über die die "Welt am Sonntag" berichtet, soll der Discounter allein im vergangenen Jahr geschätzt etwa 272,9 Millionen Euro in Werbung gesteckt haben - ein Rekordwert nach einer Steigerung um fast 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Berlin | Der Vorstandschef der Airbus-Rüstungssparte, Dirk Hoke, warnt die Bundesregierung eindringlich vor dem Kauf des US-Kampfflugzeugs F-35 des Konkurrenten Lockheed Martin. "Sobald Deutschland F-35-Nation wird, ist die Zusammenarbeit bei allen Kampfflugzeugthemen mit Frankreich gestorben", sagte Hoke der "Welt am Sonntag" im Vorfeld der Internationalen Luftfahrtausstellung (ILA) in Berlin. Auf dem Branchentreffen ILA wird zwar erstmals das US-Kampfflugzeug als möglicher Nachfolger für den deutschen Bomber Tornado vertreten sein.

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