Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

Tageszeitungsredakteure zur Urabstimmung aufgerufen

Köln | Der Deutsche Journalisten-Verband Landesverband NRW ruft seine Mitglieder bei 23 Tageszeitungen in NRW zur Urabstimmung auf.  Nach 17 Warnstreiktagen konnten sich Verleger und Gewerkschaften noch nicht einigen. Die Gewerkschaft fordert 2,8 Prozent mehr Gehalt, die Verleger bieten für dieses Jahr 1,7 Prozent und eine Einmalzahlung von 500 Euro, bei einer Laufzeit des Tarifvertrages bis 2020. Die Gewerkschaften fürchten, dass mit diesem Angebot noch nicht einmal die Inflationsrate ausgeglichen wird.

Gewerkschaften und Verleger sind bislang zu sechs Verhandlungsrunden zusammengekommen, zuletzt am 4. Juni in Würzburg. Es geht um die Gehälter von 13.000 Redakteurinnen und Redakteuren bei Tageszeitungen. Nach der Zusammenkunft in Würzburg entschloss sich die Große Tarifkommission zum Aufruf über die Urabstimmung.

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Bonn | Bei der Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandal drohen einige Fälle zu verjähren. Das Landgericht Bonn hat zwar schon vor einem Jahr eine eigene Kammer eingerichtet, tatsächlich ist aber noch keine einzige Anklage eingegangen, berichten WDR und "Süddeutsche Zeitung". Die Staatsanwaltschaft Köln hat zwar gut 50 Cum-Ex-Verfahren gegen etwa 200 Beschuldigte eingeleitet, dem stehen laut Behördenkreisen in NRW jedoch nur bis zu 15 Steuerfahnder sowie fünf Kriminalbeamte gegenüber.

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Berlin | Die extrem starke Position des US-Konzerns Amazon im deutschen Online-Geschäft lässt den Ruf nach einer Begrenzung der Marktmacht des Unternehmens laut werden. "Man könnte bei Amazon in Richtung einer Entbündelung auf Produktebene denken", sagte Achim Wambach, der Vorsitzende der Monopolkommission, der "Welt am Sonntag". Vorbild könne ein Verfahren der EU-Kommission gegen Google im letzten Jahr sein.

Mannheim | Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren haben sich im März deutlich verbessert: Der entsprechende Index stieg von -13,4 Zählern im Februar auf nun -3,6 Punkte, teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mit. Der Indikator befindet sich damit aber nach wie vor im negativen Bereich und unterhalb seines langfristigen Durchschnitts von 22,2 Punkten, auch wenn die Einschätzungen zur mittelfristigen Konjunkturentwicklung inzwischen weniger pessimistisch als noch vor ein oder zwei Monaten sind. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland verschlechterte sich im März erneut.

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