Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

Volumen der Immobilienkredite seit 1990 verdreifacht

Frankfurt am Main | Das Volumen der Immobilienkredite in Deutschland hat sich seit Beginn der neunziger Jahre fast verdreifacht. Das geht aus Zahlen der Deutschen Bundesbank hervor, die die Partei die Linke erfragt hat, berichtet das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Samstagausgaben). Während im Jahr 1991 der Umfang der Wohnungsbaukredite, die Banken in Deutschland an inländische Unternehmen und Privatpersonen vergaben, noch bei 466 Milliarden Euro lag, betrug die Summe im zweiten Quartal des Jahres 2018 bereits 1.357 Milliarden Euro.

Die Linke sieht in der Förderung privaten Wohneigentums durch die Bundesregierung eine Ursache für starke Mietsteigerungen und Wohnungsmangel in deutschen Städten. "Die geplanten Maßnahmen von SPD und Union – Steuerboni für private Investoren und Baukindergeld - sind ein weiteres Anheizprogramm für private Immobilienkredite", sagte Linken-Chef Bernd Riexinger dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Die beim "Wohngipfel" besprochenen Maßnahmen würden nicht mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen.

"Durch die einseitige Fokussierung auf privates Wohneigentum statt auf den öffentlichen, gemeinnützigen Wohnungsbau werden soziale Schieflagen weiter verfestigt", so Riexinger. "Zehn Jahre nach der Lehman-Pleite, dem Zerplatzen von Immobilienblasen und der massiven Verschuldung privater Haushalte agiert die GroKo als habe es all das nie gegeben."

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