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Vonovia will verstärkt eigene Wohnungen bauen

Düsseldorf | Deutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia will verstärkt eigene Wohnungen bauen. "Wir haben ein sehr umfangreiches Investitionsprogramm aufgelegt und werden jährlich etwa 2.000 neue Wohnungen selbst bauen. Damit wären wir aus dem Stand einer der größten Entwickler in Deutschland", sagte Vonovia-Chef Rolf Buch der "Welt am Sonntag".

Vorbild sei ein Pilotprojekt für serielles Bauen in Bochum, bei dem der Konzern ein Wohngebäude zu Baukosten von 1.800 Euro pro Quadratmeter errichtete. "Eigentlich müssten wir sogar noch günstiger bauen können", so Buch. Der Chef des im DAX notierten Konzerns hält eine Absenkung der zurzeit hohen Baukosten für notwendig, um bezahlbaren Wohnraum zu errichten.

Zusätzliche Steuersubventionen dagegen lehne er ab. "Manche Unternehmen sagen, sie könnten nur noch für 3.000 Euro pro Quadratmeter eine Wohnung bauen und der Staat möge das auf 1.500 Euro heruntersubventionieren", sagte Buch der Zeitung. Das sei der falsche Weg.

"Das Problem ist nicht die Finanzierung. Geld ist genügend da. Es gibt auch eine angemessene Rendite", so Buch.

Vielmehr sollten die Baukonzerne selbst Ideen für kostengünstiges Bauen entwickeln, beispielsweise durch serielles Bauen. Vonovia plane beispielsweise, ganze Räume serienmäßig in Baufabriken herstellen zu lassen. Von Politik und Verwaltung forderte der Konzernchef hingegen bessere Rahmenbedingungen: "Was fehlt, sind Baugenehmigungen und Baugrundstücke."

Zudem müssten die vielen und komplizierten Bauregeln auf das Wesentliche reduziert werden. "Wir sollten den Katalog mit insgesamt rund 20.000 Bauvorschriften durchgehen und jene Regeln abschaffen, die nicht sicherheitsrelevant sind und die wir nicht unbedingt benötigen - zum Beispiel strenge Schutzvorschriften für Frösche in urbanen Wohngebieten", sagte Buch. "Es muss einmal klar sein, welche Auflagen wir zu welchem Preis haben wollen." Buch äußerte sich auch zum Thema Mietenregulierung. Eine Absenkung der Modernisierungsumlage von aktuell elf Prozent auf beispielsweise acht Prozent lehnte er ab - machte aber einen alternativen Vorschlag: "Man könnte eine Kappungsgrenze einführen", so der Konzernchef. "Wenn man zum Beispiel sagen würde: Eine Mieterhöhung nach Modernisierung darf den Betrag von drei Euro pro Quadratmeter nicht übersteigen, dann würde man genau die treffen, die aggressiv sanieren und versuchen, extreme Mietpreissprünge zu erzielen oder sogar Mieter loszuwerden. Bestandshalter hätten damit trotzdem noch eine wirtschaftliche Möglichkeit, einen ganzen Block zu modernisieren."

Die Mietpreisbremse hält der Manager für gerechtfertigt: "Ich habe großes Verständnis dafür, dass die Politik den unerwarteten Preisanstieg bremsen möchte. Wir leben in einer sozialen Marktwirtschaft, und da muss auch reguliert werden, damit wir nicht Verhältnisse bekommen wie etwa in London oder Paris", sagte Buch. "Allerdings sollte ein solches Instrument nur vorübergehend angewandt werden. Die damit gewonnene Zeit muss genutzt werden, um die Ursache für die steigenden Preise zu beheben, nämlich das Angebot an Wohnungen zu vergrößern." Wenn die Immobilienpreise wieder etwas fallen sollten, könne er sich wieder neue Zukäufe vorstellen.

"Bis dahin werden wir weiterhin unsere bestehenden Kredite refinanzieren und die Zinskosten senken. Außerdem können wir in der Verwaltung optimieren, unsere Bestände weiter aufwerten und die Handwerker- und Servicedienstleistungen ausbauen. Damit wird das Unternehmen weiter wachsen", so Buch.

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