Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

Warnstreiks im Öffentlichen Dienst noch vor Ostern

Potsdam | Im Öffentlichen Dienst drohen noch vor Ostern Warnstreiks. Das teilten die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Deutsche Beamtenbund am Dienstag in Potsdam mit. Auch die zweite Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen sei ergebnislos verlaufen, hieß es.

"Wenn die Arbeitgeber in dem Tempo weiterverhandeln, dann brauchen wir für diesen Abschluss länger als die Bundestagsparteien zur Regierungsbildung", sagte der Vorsitzende des Beamtenbundes, Ulrich Silberbach. "Für mich war das heute und gestern eher eine Tarifverschleppung als eine Tarifverhandlung", kritisierte Silberbach den bisherigen Verhandlungsverlauf. Die Arbeitgeber bräuchten nun einen "Weckruf".

Bei den anstehenden Protestaktionen solle es "zu einem engen Schulterschluss von Beamten und Arbeitnehmern kommen", hieß es weiter. Vom Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen (TVöD) sind insgesamt etwa 2,6 Millionen Beschäftigte betroffen: 2,3 Millionen Arbeitnehmer des Bundes und der Kommunen, für die der TVöD direkte Auswirkungen hat, sowie 344.000 Bundesbeamte und Anwärter, auf die der Tarifabschluss übertragen werden soll. Die nächste und vorerst letzte verabredete Verhandlungsrunde findet am 15. und 16. April in Potsdam statt.

Zurück zur Rubrik Wirtschaft Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Wirtschaft Deutschland

Berlin | Aktuell nutzen 62 Prozent der Bundesbürger Online-Banking. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Demnach nutzen davon 39 Prozent Smartphones oder Tablets beim Online-Banking.

Berlin | Trotz neuer Belastungen der Beitrags- und Steuerzahler durch das geplante Rentenpaket und eines Sozialbudgets, das auf die Billionen-Euro-Grenze zusteuert, sieht die IG Metall noch längst keine Überforderung durch den Sozialstaat. "Die Diskussion über die Kostenexplosion ist eine Gespensterdebatte", sagte das für Sozialpolitik zuständige geschäftsführende IG-Metall-Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe). Weder auf dem Arbeitsmarkt noch bei der im internationalen Wettbewerb stehenden Industrie zeige sich eine Überforderung.

Bonn | Die Deutsche Post DHL befürchtet, dass es bei der Versorgung des Einzelhandels für das Weihnachtsgeschäft an Lastwagen fehlen könnte. "Wir müssen aufpassen, dass es im Weihnachtsgeschäft nicht zu Engpässen kommt", sagte der im Post-Vorstand für das Frachtgeschäft verantwortliche Tim Scharwath der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstagsausgabe). Wegen des Fahrermangels werde es für die Branche immer schwieriger und teurer, ausreichend Transportkapazität auf die Straße zu bekommen.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

KARNEVAL NACHRICHTEN