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Widerstand gegen Erdkabel könnte Netzausbau billiger machen

Berlin | Zwei der drei geplanten Stromautobahnen, die im Zuge der Energiewende überschüssige Windenergie aus dem Norden nach Süddeutschland bringen sollen, will die Bundesregierung nach Protesten gegen "Monstertrassen" als Kabel unter die Erde legen. Doch auch dagegen regt sich Widerstand - was für Stromkunden eine Ersparnis von mehreren Hundert Millionen Euro bedeuten könnte, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Samstagausgabe).

Allein in Sachsen-Anhalt haben sich 16 Gemeinden gegen eine Erdverkabelung gewandt, sagte der Netzbetreiber 50Hertz der FAZ. Laut Bundesnetzagentur, in deren Auftrag 50Hertz den Suedostlink plant, summieren sich die Anträge in Sachsen-Anhalt auf 100 und in Thüringen auf 15 Kilometer.

Hier fordert man Freileitungen statt Erdkabel. Die Gemeinden und Landkreise argumentieren vor allem mit der Schädigung des fruchtbaren Schwarzerdebodens durch die Erdkabel sowie die von diesen ausgehende Erwärmung des Erdreichs. Ob den Anträgen stattgegeben wird, ist offen.

50Hertz prüft das bis zum zweiten Quartal 2019. Sollten die Freileitungen den Vorzug bekommen, würde das für die Stromverbraucher billiger, auf die die Baukosten umgelegt werden. Denn Erdkabel sind gegenüber Freileitungen um den Faktor vier bis acht teurer. Wenn auf einem Fünftel des 580 Kilometer langen Suedostlinks Masten gesetzt und Seile gespannt würden, liefe dies wohl auf eine Kostenreduzierung von Hunderten Millionen Euro hinaus.

Aktuell werden die Baukosten auf fünf Milliarden Euro veranschlagt.

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