Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

windenergie1852013

Windkraft-Projekte und Energiewende an der Schwelle zur marktgetriebenen Entwicklung

Karlsruhe | Der Energiekonzern EnBW geht davon aus, dass das von der Bundesregierung eingeführte System staatlicher Ausschreibungen den Kostendruck auf Windkraft-Projekte noch weiter erhöhen könnte. Das schreibt die "Welt" in ihrer Samstagausgabe. EnBW hatte im April die erste staatliche Ausschreibung für Offshore-Windparks mit der Zusage gewonnen, erstmals völlig ohne Subventionen auszukommen.

Der Windpark "He Dreiht" soll sich nach der Betriebsaufnahme im Jahre 2025 ausschließlich über den Strommarkt refinanzieren, eine Förderung durch die sogenannte EEG-Umlage entfällt. "Wir haben in Onshore-Auktionen in der Türkei in diesem Jahr sogar schon negative Preise gesehen", sagte Dirk Güsewell, Leiter Erzeugung Portfolioentwicklung bei EnBW, auf einem Energiekolloquium der "Welt" in Berlin: "Da haben die Investoren gesagt, ich kann nicht nur mit den Marktpreisen leben, ich kann davon sogar noch etwas abgeben." Man stehe an der Schwelle einer Entwicklung, nach der sich "die Energiewende marktgetrieben weiter entwickeln wird".

"Die Erntejahre der Energiewende sind jetzt in Sicht", sagte der Direktor der Denkfabrik "Agora Energiewende", Patrick Graichen auf der "Welt"-Tagung. Die Kosten der Stromerzeugung der drei zentralen Ökostrom-Technologien Wind-Offshore, Wind an Land und Fotovoltaik seien im Schnitt auf nur noch fünf bis sechs Cent pro Kilowattstunde gefallen. "Und das würde Strom aus einem neuen Kohle- oder Gaskraftwerk auch kosten."

Laut Graichen werde die EEG-Umlage, mit der die Verbraucher die Ökostrom-Produktion fördern, ab etwa 2023 ihren Höchststand erreichen und danach sinken.

Zurück zur Rubrik Wirtschaft Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Wirtschaft Deutschland

Berlin | Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall fordert Nachbesserungen beim geplanten gesetzlichen Rückkehrrecht vom Teilzeit- zum Vollzeitjob. Zwar sehe der von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vorgelegte Referentenentwurf eine Zumutbarkeitsgrenze vor, heißt es in einer Stellungnahme des Verbandes, über die das "Handelsblatt" berichtet. So gilt die sogenannte "Brückenteilzeit" in Betrieben mit bis zu 45 Beschäftigten gar nicht, in Betrieben mit 46 bis 200 Mitarbeitern hat nur einer von jeweils 15 Beschäftigten Anspruch.

Berlin | Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat Länder und Kommunen zu einem deutlich verstärkten Wohnungsbau aufgefordert und standardisierte Genehmigungsverfahren für ganz Deutschland verlangt.

Berlin | Laut eines internen Statusberichts vom 16. April 2018 gibt es beim BER wieder ernste Terminrisiken. Das berichtet die "Bild am Sonntag". In der als "vertraulich" gekennzeichneten Präsentation einer Projektsteuerfirma heißt es, dass der BER bei der Kabelsanierung aktuell "11 Monate" hinter dem Zeitplan liege.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS