Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

Wirtschaft mahnt bei Recht auf Ganztagsbetreuung zur Eile

Berlin | Die Wirtschaft drängt mit Blick auf den von der Bundesregierung geplanten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder zu mehr Eile. "Aus Sicht der Unternehmen sollte der Rechtsanspruch zügig umgesetzt werden", sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Achim Dercks, dem "Handelsblatt". Denn gute Ganztagsbetreuung in ganz Deutschland sei schließlich "Voraussetzung dafür, dass sich Eltern auch nach dem Wechsel der Kinder in die Schule intensiv im Beruf engagieren können".

Mangelnde Kinderbetreuung hingegen reduziere die Beschäftigung der Eltern und verstärke den Fachkräftemangel in Industrie, Handel und Dienstleistungen, so der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer weiter. Daneben fordere der DIHK bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen, die sich für Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsetzen. So wäre es "sinnvoll, Arbeitgeberzuschüsse für die Kinderbetreuung auch für schulpflichtige Kinder steuerfrei zu machen – zum Beispiel bis zur vierten Klasse", sagte Dercks dem "Handelsblatt".

Union und SPD haben im Koalitionsvertrag versprochen, bis 2025 einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder zu schaffen.

Giffey verteidigt Recht auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat den geplanten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler verteidigt. "Gute Ganztagsbetreuung überall in Deutschland bedeutet mehr Bildungsgerechtigkeit und mehr Chancengleichheit im ganzen Land – und ist wichtig für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf", sagte Giffey dem "Handelsblatt". Die Voraussetzungen dafür "im ganzen Land" zu schaffen, werde "ein echter Kraftakt", so die SPD-Politikerin weiter.

"Doch das sind wir den Familien in einem modernen Land schuldig", sagte die Familienministerin. Der Bund gehe davon aus, dass etwa 70 Prozent der Kinder die Ganztagsbetreuung an fünf Tagen in der Woche von 8 Uhr bis 16 Uhr in Anspruch nehmen werden. Die Länder hingegen erwarten eine Betreuungsquote von 90 Prozent.

Union und SPD haben im Koalitionsvertrag versprochen, bis 2025 einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder zu schaffen. Doch derzeit gibt es Streit mit den Ländern über die Ausbaukosten. "Bund, Länder und Kommunen müssen die Ärmel hochkrempeln, um bis 2025 gemeinsam eine verlässliche Ganztagsbetreuung möglich zu machen", sagte Giffey dem "Handelsblatt".

Zurück zur Rubrik Wirtschaft Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Wirtschaft Deutschland

Essen | In einem Brandbrief an die Mitarbeiter hat der Vorstandsvorsitzende von Thyssenkrupp, Guido Kerkhoff, am Freitag vergangener Woche laut eines Medienberichts ein fast schon verzweifelt anmutendes Sparpaket angekündigt. Die "angespannte Ergebnissituation" und die "aktuelle konjunkturelle Entwicklung" machten es nötig, über die bereits eingeleiteten Umstrukturierungsprogramme hinaus auch "kurzfristige Einsparpotenziale zu realisieren", heißt es in dem Brief, über den der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet. So habe Kerkhoff einen "sofortigen Einstellungsstopp" für die Konzernverwaltung verhängt.

Berlin | Die Bundesbürger fliegen immer mehr: Im Vergleich zum Vorjahr hat die Zahl der Flugpassagiere im ersten Halbjahr 2019 um rund fünf Prozent zugenommen. Das zeigt eine Analyse von Flightright, einem Legal Start-up für Fluggastrechte, über die das Nachrichtenportal T-Online berichtet. Demnach müssten sich Flugreisende dabei an den größten deutschen Flughäfen am häufigsten mit Verspätungen rumschlagen.

Stromtrasse_280620155

Bayreuth | Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet hat den jüngsten Eingriff von Bund und Ländern in die Pläne für den umstrittenen Ausbau von Stromnetzen im Dreiländereck Bayern, Hessen und Thüringen kritisiert. Das "Verkünden froher Botschaften, man habe Leitungen verhindert", helfe sicherlich nicht der Akzeptanz des Netzausbaus, sagte Tennet-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens dem Wirtschaftsmagazin "Capital" (Ausgabe 8/2019). Er reagierte damit auf einen Kompromiss, den Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) mit seinen Länderkollegen Anfang Juni geschlossen hatte.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >