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Zusatzkosten für deutsche Gaskunden wegen Bau von Nord-Stream-2

Berlin | Auf deutsche Gaskunden kommen Zusatzkosten in Milliardenhöhe wegen des Baus der umstrittenen Gasleitung Nord Stream 2 zu. Grund sind notwendige Anschlussleitungen an Land, um das Gas weiterzuleiten, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Allein diese Ausgaben summieren sich nach neuen Angaben der Bundesregierung auf 3,1 Milliarden Euro.

Da die Gasnetzbetreiber diese Kosten an ihre Kunden weitergeben, könnte dies zu einer Erhöhung der Gasnetzentgelte um mehr als 8 Prozent in den Jahren 2020 und 2021 führen, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Frage der Grünen-Bundestagsfraktion. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen Oliver Krischer bezichtigte die Regierung vor dem Hintergrund der Lüge. Die Gasleitung sei, anders als von ihr behauptet, kein rein privatwirtschaftliches Projekt.

"Nord Stream 2 lässt sich nur mit milliardenschweren Investitionen ins deutsche Gasnetz realisieren - und für die zahlt nicht Gasprom, sondern zwangsweise die Gaskunden hier im Land." Er hoffe, dass die EU-Kommission das Projekt "noch auf den letzten Metern stoppt".

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