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Symbolbild Kohlekraftwerk

Bundesregierung rechnet durch "Datteln 4" mit mehr CO2-Emissionen

Bonn | Durch die geplante Inbetriebnahme des Kohlekraftwerks "Datteln 4" wird es nach Berechnungen im Auftrag der Bundesregierung zu zusätzlichen CO2-Emissionen kommen - und zwar auch, wenn im Gegenzug andere Kohlekraftwerke mit der gleichen Leistung vom Netz gehen. Das bestätigte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums der "taz" (Dienstagsausgabe). "Diese Mehremissionen liegen bei ungefähr 10 Millionen Tonnen CO2 über die gesamte Laufzeit des Kraftwerks", sagte der Sprecher.

Die höheren Emissionen lägen daran, "dass Datteln 4 als neues, effizienteres Kraftwerk mehr Volllaststunden haben wird als alte Kraftwerke", so der Sprecher weiter. Auch das Bundeswirtschaftsministerium habe bestätigt, dass es zu einem zusätzlichen CO2-Ausstoß kommen könnte, habe aber auf Anfrage keine Zahl genannt, berichten die Zeitungen. Um insgesamt steigende Emissionen zu verhindern, will die Bundesregierung nun mehr Kohlekraftwerke stilllegen als derzeit vorgesehen.

"Wir werden im Entwurf des Kohleausstiegsgesetzes sicherstellen, dass diese Mehremissionen in vollem Umfang ausgeglichen werden", teilte das Umweltministerium mit. Es werde durch die Inbetriebnahme von "Datteln 4" daher "keine Tonne CO2 zusätzlich zum vereinbarten Ausstiegspfad ausgestoßen." Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums bestätigte entsprechende Planungen: "Die Emissionen, die durch Datteln 4 entstehen, werden durch den Stilllegungspfad Steinkohle ausgeglichen", sagte die Sprecherin der "taz".

Wie der Pfad genau angepasst werden soll, sei noch offen. Die Berechnungen dazu seien noch in Arbeit, hieß es.

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