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IHK Köln: Sorgen wegen Währungsschwäche in der Türkei nehmen zu

Köln | In einer aktuellen Umfrage unter den Unternehmerinnen und Unternehmern in der Region Köln hat die hiesige Industrie- und Handelskammer IHK eine größer werdende Sorge über die derzeitige Schwäche der türkischen Lira festgestellt.

Wie die Kammerverantwortlichen am heutigen Mittwoch nach Auswertung der Umfrageergebnisse ausführten, nahmen insgesamt 113 Unternehmen teil. Voraussetzung: Alle Teilnehmer müssen Geschäftsbeziehungen in die Türkei unterhalten. Die Kölner IHK ist Schwerpunktkammer für die ökonomischen Beziehungen zwischen der Türkei und der Bundesrepublik.

Skpesis deutlich größer als Zuversicht

Die Auswirkungen der Lira-Krise auf deutsche Exporte in die Türkei sehen dabei 98 der teilnehmenden Unternehmen negativ, da ausländische Produkte für türkische Kunden teurer werden. Immerhin erwarten 63 Umfrageteilnehmer, dass die schwache Lira türkische Exporte Richtung Deutschland begünstigt. Doch dürfte dieser Effekt begrenzt sein.

"Türkische Produzenten müssen häufig Vorprodukte und Maschinen in Fremdwährungen einkaufen, was jetzt teurer wird. Außerdem besteht die Gefahr, dass manche örtliche Produzenten wegen der Lira-Schwäche ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können", betonte Andreas Schäfer, stellvertretender Geschäftsführer International der IHK Köln.

Nur wenige (10) Umfrageteilnehmer erwarten, dass der Währungsverfall deutsche Investitionen in der Türkei fördert, die Mehrheit (87) erwartet befürchtet negative Folgen."Durch die Wechselkursentwicklung wird es zwar günstiger, in der Türkei zu investieren. Allerdings überwiegt bei den meisten Firmen die Sorge vor den Auswirkungen der Währungskrise auf die Gesamtwirtschaft", so Schäfer weiter.

Zahlen zu den türkisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen

Die Türkei ist für NRW ein wichtiger Wirtschaftspartner, mit zuletzt deutlich wachsendem Exportvolumen. In den Monaten Januar bis Mai betrug der Exportwert von NRW-Waren in die Türkei 1,794 Milliarden Euro. Damit hat die Türkei einen Anteil von 2,2 Prozent am gesamten NRW-Export (bundesweit 1,7).

In Köln ist die Zahl der Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen in die Türkei besonders hoch: 43,5 Prozent der Unternehmen, die im Ausland aktiv sind, pflegen auch Geschäftsbeziehungen in die Türkei. Für die gesamte Bundesrepublik beträgt dieser Wert laut der IHK-Unternehmensumfrage "Going International 2018" 32,6 Prozent.

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