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Die Amtsgerichte wie hier in Köln registrierten 2017 deutlich weniger Anträge auf Insolvenz als ein Jahr zuvor.

NRW: Weniger Anträge auf Insolvenz im Jahr 2017

Im abgelaufenen Jahr 2017 hat sich die Zahl der neu beantragten Insolvenzverfahren in Nordrhein-Westfalen erneut rückläufig entwickelt. Der Rückgang betrug rund sieben Prozent.

Düsseldorf | Wie das Statistische Landesamt IT.NRW am heutigen Montag berichtete, registrierten die Amtsgerichte des Landes insgesamt 28.109 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Gegenüber dem Vorjahreswert von 30.228 bedeutet das einen Rückgang von rund sieben Prozent. Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen blieb auch 2017 mit rund 8,3 Milliarden Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.

Deutlich rückläufig war hingegen die Zahl der Unternehmensinsolvenzen (Einzelunternehmen, Freie Berufe und Kleingewerbe). Sie ging von 6547 auf 5892, also um rund ein Zehntel, zurück.Von den 5892 Anträgen wurde tatsächlich lediglich in 4249 Fällen tatsächlich ein Insolvenzverfahren eröffnet. In den anderen 1643 Fällen wurde ein entsprechendes Verfahren mangels Masse abgewiesen. Hier erhöhte sich – trotz des Rückgangs der Fallzahlen – die Summe der voraussichtlichen Forderungen sogar leicht von 6,6 auf 6,7 Milliarden Euro. 34.576 Beschäftigte waren von den Unternehmensinsolvenzen betroffen.

Auch bei den so genannten Verbraucherinsolvenzen – mit 18.167 Fällen die mit Abstand größte Gruppe von Insolvenzen – gab es deutliche Abschläge. Hier ging es um 8,3 Prozent nach unten (Vorjahr: 19.804). Die übrigen 4050 Fälle betrafen Nachlässe, Gesamtgut, natürliche Personen als Gesellschafter sowie ehemals selbstständig tätige Personen, teilten die Landesstatistiker weiter mit.

Situation im Rheinland

In der größten Kommune des Landes zählte das zuständige Amtsgericht 1777 Insolvenzen im Jahr 2017, 196 oder knapp zehn Prozent weniger als ein Jahr zuvor.415 Unternehmensinsolvenzen mit 3214 betroffenen Mitarbeiterinnen und -mitarbeitern kamen im vergangenen Jahr zusammen. Die Summe der voraussichtlichen Forderungen summierte sich stadtweit auf 668,2 Millionen Euro, davon entfielen 536,4 Millionen Euro auf Unternehmensinsolvenzen.

Anders hingegen die Entwicklung in Bonn. Während hier die Zahl der Unternehmensinsolvenzen lediglich um 4,6 Prozent (von 87 auf 83) zurückging, gab es einen überdurchschnittlich deutlichen Rückgang bei den Verbraucherinsolvenzen. Deren Fallzahl reduzierte sich von 316 auf 210, ein Minus von mehr als einem Drittel (- 33,5 Prozent). Dabei lag die voraussichtliche Summe der Forderungen mit 962,4 Millionen Euro deutlich über den Kölner Werten.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf verzeichnete im abgelaufenen Jahr einen Rückgang um 2,4 Prozent. Das lag an der hier gestiegenen Anzahl von Verbraucherinsolvenzen (von 633 auf 655), während die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 15,7 Prozent auf 280 zurückging. Obwohl Düsseldorf einer der wichtigsten und teuersten Unternehmensstandorte in NRW ist, betrug die Summer der voraussichtlichen Forderungen im vergangenen Jahr nur etwas mehr als eine Viertel Milliarde Euro, der niedrigste Wert der drei Kommunen.

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