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Neuer Fields-Preisträger Scholze sieht sich als Forschungs-Anfänger

Rio de Janeiro | Der frisch gekürte Preisträger der Fields-Medaille für herausragende Entdeckungen in der Mathematik, Peter Scholze, kann mit kaum jemandem über seine Arbeit sprechen. Auf die Frage, ob es zehn, hundert oder tausend Mathematiker seien, die mit ihm auf Augenhöhe diskutieren könnten, antwortete Scholze der Wochenzeitung "Die Zeit": "Eher zehn." Peter Scholze ist beim Internationalen Mathematikerkongress in Rio de Janeiro ausgezeichnet worden und ist damit erst der zweite Deutsche, der mit der Fields-Medaille geehrt wird.

Vor ihm erhielt Gerd Faltings im Jahr 1986 die Auszeichnung. Gerade weil ihm immer von allen Seiten gesagt worden sei, dass er sich mit nur wenigen Menschen über das forschungsthema unterhalten könne, "war es dann doch eine große Freude und auch eine Erleichterung, dass ich den Preis kriege", sagte Scholze der "Zeit". Selten war sich die Fachwelt so einig darin, dass ein Mathematiker die Medaille verdient hat, die nur alle vier Jahre vergeben wird.

Sie wird oft als der "Nobelpreis der Mathematik" bezeichnet. Aber dem widerspricht der 30-jährige Scholze vehement, die Medaille bekomme man ja nicht für sein Lebenswerk. "Mit der mathematischen Forschung habe ich doch gerade erst angefangen."

Peter Scholze hat ein neues Konzept eingeführt, das verschiedene Gebiete der Mathematik verbindet. "Einige der aktuellen Arbeiten wären gar nicht möglich ohne die neuen Begriffsbildungen, weil das alles viel zu kompliziert würde", erklärt der Mathematiker. Er fühle sich aber nicht als Schöpfer dieses Konzepts, eher als Entdecker: "Ich fühle mich ein bisschen wie ein Physiker, der versucht, die Natur, die um ihn herum ist, zu verstehen."

Die Begriffe, die er dabei bilde, seien unausweichlich: "Ich habe nicht die Wahl, sondern ich muss diese Definition hinschreiben."

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