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Der Beschäftigungsmarkt in NRW steht unter Strom. Zwischen 2015 und 2016 gab es einen deutlichen Zuwachs der Erwerbstätigen.

Wachstum in NRW: 12.000 Erwerbstätige mehr in Köln

Düsseldorf | Die Zahl der Erwerbstätigen im bevölkerungsreichsten Bundesland ist im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr weiter angestiegen. Mit knapp 9,3 Millionen erhöhte sich diese Zahl um 1,1 Prozent. Die beiden größten NRW-Kommunen schnitten etwas besser als der Durchschnitt ab.

Während die Landeshauptstadt Düsseldorf um 9500 Erwerbstätige auf 524.200 oder 1,9 Prozent zulegen konnte, betrug das Wachstum in der größten NRW-Kommune immerhin 1,6 Prozent. In absoluten Zahlen legte Köln um rund 12.000 auf 745.500 zu. Den stärksten Anstieg wies die frühere Bundeshauptstadt Bonn mit einem Anstieg von 2,8 Prozent oder 6600 auf 243.200 auf. Die Metropolregion Rheinland war damit 2016 eindeutig der Jobmotor auf dem NRW-Arbeitsmarkt.

Wie das Statistische Landesamt IT.NRW am gestrigen Dienstag berichtete, war die Erwerbstätigenzahl in 46 der 53 kreisfreien Städte und Kreise des Landes höher als 2015. Die Bedeutung der so genannten „marginal Beschäftigten“ nahm mit knapp 1,362 Millionen weiter ab, der Rückgang von 2015 auf 2016 betrug nach Angaben des Amtes immerhin 1,5 Prozent. Darin fassen die Landesstatistiker vor allem geringfügig Beschäftigte und Ein-Euro-Jobber zusammen. Auch in Köln ging diese Zahl um 1.100 auf nunmehr 87.000 zurück.

Mit 7,122 Millionen (und damit 116.800 mehr als 2015) war der Dienstleistungsbereich auch 2016 der Jobmotor schlechthin. Während die Beschäftigten in Land- und Forstwirtschaft weiter stark zurückging (von 86.000 auf 81.000), reduzierte sich die Zahl der Erwerbstätigen im Produzierenden Gewerbe landesweit um 0,7 Prozent auf 2.089.400. In Köln gab es 2016 noch rund 400 Erwerbstätige in der Land- und Forstwirtschaft, 90.800 im Produzierenden Gewerbe (- 2,7 Prozent) und 654.300 im Dienstleistungssektor (+ 2,3 Prozent).

Weitere statistische Zahlen im Bindestrich-Land

Die niedrigsten Erwerbstätigenzahlen wurden für Bottrop (47.700), Remscheid (59.100) und Herne (61.800) ermittelt. Im Produzierenden Gewerbe wies der Kreis Gütersloh (+3,7 Prozent) und im Dienstleistungsbereich der Kreis Euskirchen (+3,4 Prozent) den höchsten Zuwachs auf. Der Kreis Recklinghausen war am stärksten vom Beschäftigungsrückgang in der Gesamtwirtschaft (-1,3 Prozent) und im Dienstleistungsbereich (-0,6 Prozent) betroffen. Der höchste Rückgang im Produzierenden Gewerbe ergab sich für Gelsenkirchen (-4,6 Prozent).

Bei den marginal Beschäftigten schnitt der Kreis Olpe mit einem Rückgang von fünf Prozent landesweit am besten ab. Allerdings wiesen der Märkische Kreis mit 2,2 Prozent und Duisburg mit +0,7 Prozent die höchsten Zuwächse in diesem Segment auf.

Die hier vorgestellten Ergebnisse basieren auf Berechnungen des Arbeitskreises "Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder". In die Erwerbstätigenrechnung einbezogen sind - neben den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - auch Beamte, marginal Beschäftigte sowie Selbstständige und mithelfende Familienangehörige.

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