Die Spieler von Rot Weiss Köln jubeln ausgelassen nach dem Treffer durch Florian Adrians. Foto: Imago/Foto2Press

Bonn | Rot Weiss Köln hat es wieder geschafft. Der Bundesligist holte sich im Final Four die zehnte Deutsche Meisterschaft im Feldhockey. In einem umkämpften Finale reichte ein Treffer von Florian Adrians zum 1:0-Erfolg über den Hamburger Polo Club zur Titelverteidigung.

Nach der Schlusssirene gab es dann bei den mitgereisten Fans auf der Tribüne, die ausgelassen Bengalos in Brand setzten, und den Spielern auf dem Feld kein Halten mehr. Für Pasha Gademan war es ein ganz besonderer Moment, schließlich war es der erste große Titel als Kölner Cheftrainer.

„Nach dem Tor ist es aus mir herausgebrochen. Die Gefühle mussten raus. Wir haben uns im Halbfinale trotz eines Rückstandes und auch im Endspiel in Unterzahl nicht aus dem Konzept bringen lassen. Das ist Wahnsinn“, sagte Matchwinner Adrians. „Wir haben aber auch in der Defensiv super gestanden. Nur ein Gegentor in zwei Spielen ist schon eine tolle Leistung. Jetzt wird ordentlich gefeiert.“

Rot Weiss Köln war spielerisch überlegen

In der ersten Halbzeit ging keine Mannschaft ein großes Risiko ein. Köln war zwar optisch überlegen, attackierte den Gegner früh und hatte dadurch mehr Ballbesitz. Jedoch schafften sie es aber nicht, sich gute Szenen im Schusskreis zu erarbeiten.

Auf anderen Seite verschränkten sich die Hamburger auf schnelle Konto, ohne die Defensive zu vernachlässigen. Trotzdem hatte der Polo Club die beste Chance in der ersten halben Stunde, aber Kölns Keeper Vincent Vanasch rettete sein Team vor einem Rückstand.

Das änderte sich nach dem Wechsel. Rot Weiss hatte mehrere Großmöglichkeiten, doch Christopher Rühr, dem im Halbfinale noch ein toller Treffer zum 3:1 gelungen war, vergab zweimal fahrlässig. Zudem nutzten die Kölner sieben Strafecken im dritten Viertel nicht zum erlösenden 1:0.

Der Kölner Chancenwucher wurde in der letzten Viertelstunde nicht bestraft. Im Gegenteil, auf einmal zeigte sich der Favorit gnadenlos effektiv. Nach einer vereitelten Strafecke der Hamburger ging es ganz fix. Timur Oruz spielte seine Schnelligkeit aus, bediente Florian Adrians und der Mittelfeldspieler vollendete in Unterzahl mit der Rückhand zum Sieg.